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Zülpich Triathlon 2011

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Zülpich Triathlon 2011

Eigentlich sollte der heutige 28. August der sportliche Höhepunkt des Jahres 2011 werden. Zum ersten Male wollte ich es über die olympische Distanz im Triathlon probieren und dafür hatte ich mich für den Zülpich strong angemeldet. Aber je näher der Wettkampftag kam, desto grösser wurden die Bedenken zu starten, denn ich habe nicht so trainieren können, wie es dafür nötig gewesen wäre. So habe ich z.B. meine Radkilometer nur auf dem Heimtrainer zurückgelegt, beim Laufen keine Tempoeinheiten geschafft und nach einem guten ersten Halbjahr seit 2 Monaten kein Schwimmbad mehr gesehen. Doch die Entscheidung ob gestartet wird oder nicht, wurde mir abgenommen. Denn in der Woche vor dem Wettkampf erwischte mich eine schwere Erkältung. Nachdem ich am Donnerstag den Wettkampf im Kopf schon abgesagt hatte, verbesserte sich mein Zustand bis Samstagmittag, sodass ich mich entschied mich umzumelden und beim Zülpich light über die Sprintdistanz zu starten.

Erster Teilerfolg beim Schwimmen

Und so stand ich noch leicht verschnupft ab 10:00 Uhr im Startbereich und wartete bei angenehmen sonnigen 17°C, aber einem starken Wind, auf den Startschuss. Gestartet wurde in drei Startgruppen, welche im Abstand von 5 Minuten ins Wasser gingen. Ich war der 3. Startgruppe zugeteilt. Premiere für mich der Start, welcher vom Land durchgeführt wurde. Erst nach ca. 10 Metern war man im mit 20,2°C angenehmen Wasser. Wie immer wollte ich solange wie möglich Kraul schwimmen. In den letzten Schwimmeinheiten ist es mir gelungen jeweils 2500 m (im Neo) durchzukraulen. Aber hier im See gibt es nicht nach 50 Metern die Möglichkeit sich abzustoßen und sich kurz auszuruhen und so war ich gespannt, wie weit es heute geht. Kraulend ging es der Wendemarke entgegen. Es ging locker, denn hier hatten wir "Rückenwind". Auf dem Rückweg galt der Kampf also nicht nur dem Wasser sondern auch schon den Wind. Aber nicht nur das machte mir Schwierigkeiten, sondern auch die Orientierung. Einmal waren die restlichen Schwimmer alle weit rechts von mir und nach einer Richtungsänderung auf einmal weiter links. Durch dieses Zickzackschwimmen habe ich bestimmt mehr als die geforderten 500 m zurückgelegt. Was aber am wichtigsten für mich war, ist die Tatsache, dass ich die komplette Strecke durchgekrault bin und das zum ersten Male während eines Wettkampfes. Nach dem Verlassen des Wasser mussten nochmal ca. 50 Meter bis zur Zeitnahme zurückgelegt werden und nach 12:18 min hatte ich als 95. die erste Disziplin hinter mich gebracht.

Windlotterie auf der Radstrecke

Man hatte uns im Vorfeld nicht zu viel versprochen. Die erste Hälfte der Radstrecke ging gegen den Wind und bedeutete dicke Oberschenkel. Wie immer hatte ich meine Schwierigkeiten auf den ersten Kilometern und der starke Wind tat heute sein übriges. So fuhren mehr Leute an mir vorbei als mir lieb war. Und zu allem Übel wurde mir nun auch bewusst, dass ich nicht zu 100% fit war. Die Nase lief schneller als ich fuhr. Erst nach ca. der Hälfte hatte ich so einen kleinen Motivationsschub. An einem knackigen Anstieg wo der ein odere andere auch wegen des Gegenwindes Probleme hatten, konnte ich auch mal einige überholen. Und nach jedem bergauf kommt auch ein bergab, so auch hier. Und dank des jetzt vorhandenen Rückenwindes, wir befanden uns nun auf den Rückweg zum Start- & Zielbereich kamen schnelle Geschwindigkeiten auch ohne grosse Anstrengungen zustande. Nach einer Radzeit von 54:01 min für die 22 Kilometer stieg ich mit der 166-ig besten Fahrzeit vom Fahrrad.

Annehmbare Zeit zum Schluss

Nach einer kleinen "Panne", Stein im Schuh und dadurch nochmaliges An- und Ausziehen des Schuhes, ging es auf die Laufstrecke, welche grob einmal um den Zülpicher Wassersportsee führte. Auch hier konnte man erstmal etwas vom Wind profitieren, denn auf dem ersten Kilometer hatte man noch etwas Rückenwind. Und diesen ersten Kilometer schaffte ich überraschender Weise in 4:24 min. Etwas langsamer aber immer noch ohne das typische Unrundlaufen sowie Rumeiern nach dem Fahrradfahren schaffte ich auch Kilometer 2 in 4:45 min. Kilometer 3 dann wieder mit etwas Gegenwind. Erstmals verspürte ich Erschöpfungssymtome und war froh, dass ich heute die Seerunde nur einmal zurücklegen musste. Nach 5:14 min war Kilometer 3 und nach 5:03 min war Kilometer 4 geschafft. Scheinbar hatte ich mir für den letzten Kilometer noch ein paar Körner aufgehoben, denn für diesen benötigte ich fabelhafte 3:52 min. Erschöpft und ausgelaugt erreichte ich das Ziel. Am Ende benötigte ich 23:21 min für die 5 Kilometer lange Laufstrecke. Diese Zeit bedeutete die 92-ig beste Laufzeit aller Teilnehmer.

Am Ende benötigte ich für meinen 9. Volks-/Sprinttriathlon 1:29:40 h. In der Gesamtwertung reichte diese Zeit für den 133. Platz von 240 Teilnehmern. In meiner Altersklasse TM 35 reichte es für Platz 21 von 30 Startern. Und trotz Erkältung und dem starken Wind hat auch dieser Wettkampf wieder Spass gemacht und ich denke das ich wieder in Zülpich starten werde.

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