Würzburg Halbmarathon 2005 - www.planet-coolrunners.de

www.planet-coolrunners.de
www.planet-coolrunners.de
Direkt zum Seiteninhalt

Würzburg Halbmarathon 2005

ARCHIV/ PRESSE/ LINKS
Halbmarathon in Würzburg

Und schon wieder ein Hätte-Wenn-Aber-Bericht. Naja, ganz so schlimm ist er nicht, denn nach dem schweren Trainingslager in Riccione, welches erst vor einer Woche geendet hatte, bin ich mit meiner gelaufenen Zeit von 1:28:36 h sehr zufrieden. Aber der Reihe nach:
In der letzten Woche ging fast gar nichts. Die schweren Beine ließen gerade einmal 2 regenerative Läufe zu. Und auch als wir uns am Sonntagmorgen (17.04.2005) auf den Weg nach Würzburg machten, schmerzten sie bei den ein oder anderen Schritt immer noch. Eine angeregte Unterhaltung im Auto sorgte dafür, dass wir (Christof von der Mittwochs-Laufgruppe und ich, sowie mein treuester Fan Corinna) erstmal an der Autobahnausfahrt Würzburg vorbeifuhren. Als wir uns dann auf einen anderen Weg nach Würzburg durchgekämpft hatten, standen wir vor vielen Absperrungen. Und immer wieder gabs die selbe Antwort: "Sorry Jungs, heute ist Marathon. Da ist hier alles gesperrt." Das wussten wir, nur wussten wir nicht, wie wir auf den schnellsten Wege zum Startbereich kamen, den die Uhr rannte immer schneller auf 10:00 Uhr zu, wann der Start war. Endlich am Parkplatz angekommen, hatten wir das Glück gleich eine passende Parklücke zu finden. Nun schnell zur Startnummernausgabe, zurück zum Auto und dann ab Richtung Startblock. Zum Warmmachen und Dehnen blieb keine Zeit mehr, dafür hatten wir Glück, dass im Bereich der Toiletten kein Andrang mehr war. Nur was war das: Irgendwie spielte mein Magen verrückt. Durchfall! Naja, war ja zum Glück vor dem Start und das Problem somit behoben. Aber denkste, wie sich später hinausstellen sollte.

Bis Kilometer 3 das typische Wettkampfproblem. Viele langsame Läufer tummelten sich auf den vorderen Startplätzen und die mussten auf den engen Strassen erstmal überholt werden. So um die 4:45 min brauchten wir auf den ersten Kilometern. Danach waren wir auch warm und das Rennen konnte beginnen. Ab hier trennten sich die Wege von Christof und mir, da er mein nun gelaufenes Tempo von um die 4 min/km nicht mehr mitgehen könnte. Alles lief super bis Kilometer 8. Auf einmal wieder dieses rumpeln im Bauch. Wird nicht so schlimm sein, dachte ich und weiter ging es. Bei Kilomter 11 war es dann soweit. Ein ca. einminütiger Boxenstopp musste eingelegt werden. Danach ging es erstmal mehr schlecht als recht weiter, wieder vorbei an Läufern/Innen, an welchen ich bereits einmal vorbeigelaufen war. Bei Kilometer 15 bemerkte ich, dass ich mir auch noch eine Blase im Fußballenbereich laufe. Und bei Kilometer 18 dann der endgültige Einbruch: Neben dem Magen und der Blase meldeten sich nun auch meine Beine, und machten mir deutlich, dass es die letzten Wochen zu viel war. Gerade hier im Innenstadtbereich von Würzburg, wo die beste Stimmung herrschte, auf der sehr zu empfehlenden Strecke, konnte ich nicht mehr. Endlich das Ziel erreicht, hatte ich erstmal keine Augen und Ohren für die Stimmung, welche hier herrschte. Für mich zählte nur eins. Ich brauchte dringend einen Platz wo ich kurze Zeit mal allein sein konnte, nur ich und mein Magen, der sich auf den letzten Kilometer wieder spürbar bemerkbar gemacht hatte.

     

Bei der Nachanalyse des Laufes konnte ich feststellen, dass ich bis zu Kilometer 18 ca. 30 Sekunden schneller war als in Frankfurt (Trotz Boxenstopp!!!), und da bin ich ja neue HM-Bestzeit gelaufen. Doch leider verlor ich auf den letzten 3 Kilometern so viel, dass ich am Ende gute 40 Sekunden länger unterwegs war, als Anfang März. Was natürlich nicht heissen soll, dass ich mit der gelaufenen Zeit total unzufrieden bin. Denn die 1:28:36 h reichte am Ende für den 84. Platz in der Gesamtwertung und Platz 10 in meiner Altersklasse M30.

Zurück zum Seiteninhalt