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St. Peter Ording Gegen den Wind Triathlon 2012

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Gegen den Wind Triathlon

Obwohl ich mich hier in St. Peter Ording nur für die Sprintdistanz angemeldet hatte, war der Triathlon " Gegen den Wind" in St. Peter Ording mein Saisonhöhepunkt. Nicht weil ich besonders darauf trainiert habe, sondern weil die erste Disziplin im Meer zurückgelegt wurde, was für mich eine Premiere war. Aber nicht nur aufgrund des Nordseeschwimmens war mir klar, dass eine gute Zeit heute (30.06.12) nicht drin sein würde. Denn die äußeren Bedingungen waren ähnlich dem vom Nordseelauf von vor zwei Wochen. Da ich mich immer noch aus beruflichen Gründen an derOstseeküste aufhalte, hatte ich wieder eine Anreise von fast 200 Kilometern, welche aufgrund von Autobahnmangel über 2 Stunden dauerte. Und für die Raddisziplin hatte ich nur das Trekkingbike dabei.

Nach drei Wochen Wetter zum weglaufen, hatte man für heute mal wieder Sonne und warme Temperaturen angesagt. Und so schien auch die Sonne als ich gegen 09:00 Uhr am Strand von St. Peter Ording meine Startunterlagen erhielt. Aber nur wenig später verdunkelte sich der Himmel und es regnete wie aus Kübeln. Wir alle waren nass bevor auch nur einer im Wasser war. Apropo Wasser: Die Jugendwettkämpfe wurden kurzerhand zu einem Duathlon. Ein hoher Wellengang, laut Veranstalter der höhste seit Austragung dieser Veranstaltung und eine Wassertemperatur von gerade einmal 17,8 °C wartete auf die Teilnehmer. Aber zum Glück hörte es rechtzeitig auf zu regnen und pünktlich zum Start kam die Sonne heraus.

11:00 Uhr war es dann soweit. Nach dem Startschuß ging es ins kühle Nass. Durch den flachen Einstieg und die ein oder andere Sandbank wurde am Anfang mehr gelaufen als geschwommen. Und als endlich genügend Wasser da war, ging er los der Kampf gegen die Wellen. Ich versuchte zuerst Kraul zu schwimmen, dies liess ich aber schnell wieder sein, da ich nicht sah, wann und von wo die Wellen kamen. Und so hatte ich nach wenigen Metern schon die ersten Liter Salzwasser zu mir genommen. Nachdem das erste Teilstück mit Zielrichtung offenes Meer erkämpft war, ging es nun parallel zum Stand. So kamen die Wellen jetzt mehr von der Seite und wenn es der Platz im Gewimmel des hinteren Drittel des Feldes zuliess, konnte ich nun auch mal einige Meter kraulen. Am Besten ging es auf dem letzten Teilstück der 500 m langen Schwimmstrecke. Mit den Wellen im Rücken liess es sich richtig gut schwimmen. Doch leider kam das flache Wasser schneller als gewollt und dann ging es wieder nur laufend, oder besser gesagt watend. Nach dem Verlassen des Wassers war eine relativ lange Strecke am Strand bis zur Wechselzone zurück zulegen und nach 16:26 min hatte ich die Wechselzone erreicht.
     
Als nächstes standen die 20 Kilometer Radfahren auf den Programm. Wie bereits erwähnt galt es die Strecke auf meinen Trekkingbike zurückzulegen. Die ersten und letzten 100 Meter der Radstrecke wurden auf einem Holzsteg gefahren, der auf dem Strand zur Straße hinführte. Schon nach wenigen Metern wurde mir bewusst, warum dieser Triathlon "Gegen den Wind" heißt. Egal in welche Richtung man fuhr, man hatte immer das Gefühl, dass der Wind nur von einer Richtung kam, nämlich von vorn. Auf der flachen Strecke, es ging nur 2 x über den Deich, setzte mir besonders die Mittagssonne zu. Nicht nur hier, sondern auch später auf der Laufstrecke musste ich mich selber etwas zurücknehmen, damit ich mich nicht allzu sehr kaputt mache, da in der kommenden Woche drei wichtige Prüfungen anstanden. Dennoch war ich sehr zufrieden als nach dem Verlassen der Wechselzone 46:59 min auf meiner Uhr standen.

Zum Schluss galt es also noch 5 Kilometer zurückzulegen. Als ich mich über den Strandsand in Richtung des Rundkurses machte, kam mir der spätere Sieger schon entgegen. Nach einem kurzen Asphaltabstecher ging es in einen hügeligen Pinienwald. Hier gab es zwar Schatten, aber die Wärme staute sich schon gut unter den Bäumen. Wie schon auf der Radstrecke musste ich mich selber bremsen, dass mir die Hitze nicht zu sehr zusetzt. Schwere Beine konnte ich nächste Woche definitiv nicht gebrauchen. Trotzdem gelang es mir auf der Laufstrecke den ein oder anderen Platz in der Gesamtwertung noch gut zu machen. Die letzten Meter gingen dann wieder über den Strand und nach 24:01 min hatte ich das Ziel erreicht.

Der ganze Tag war wieder sehr anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Für jemanden der noch nie im Meer geschwommen ist, kann ich nur empfehlen, erstmal bei Wellen zu trainieren. Und wer wie ich dazu nicht die Möglichkeit hat, muss halt eine schlechtere Schwimmzeit in Kauf nehmen. Dann sollte man die Kombination Salzwasser, Wind und Sonne berücksichtigen. Rechtzeitiges Eincremen mit Sonnencreme verhindert Sonnenbrand. Und da es mir niemand sagte, hatte ich mir also noch ein kleines Andenken von meinem ersten Wettkampf in Schleswig-Holstein mitgebracht. (Wieder ein schwarzer Fleck auf der deutschlandweiten Wettkampfkarte weg!)

Hier nochmal für die Statistik: Die Endzeit war 1:27:27 h. Damit erreichte ich Platz 137 von 227 Finishern. In meiner Altersklasse Platz 19 von 23. Unter den Bedingungen bin ich mit der Zeit sehr zufrieden. Und vielleicht bin ich ja mal zur Urlaubszeit hier oben, so ohne lange Anreise- und Lehrgangsstress, dann ... .
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