Sondershausen Kristall-Lauf 2002 - www.planet-coolrunners.de

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Sondershausen Kristall-Lauf 2002

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Die Bilder für dieser Seite sind nicht so gut geworden. Trotz eines ISO 800 Film hatten wir eine sehr lange Belichtungszeit, sodass viele Bilder verwackelen. Auch störte das Blitzlicht von anderen Fotografen. Zum Teil sind die Bilder im Computer so gut wie es ging überarbeitet wurden!

 

5. Sondershausener Kristall-Lauf

Beim Rennsteiglauf im Mai hatte ich von diesem Lauf erfahren, und kurz darauf auch angemeldet. Das ein Startplatz zu bekommen für diesen Lauf nicht so einfach ist, hatte ich schon gehört, denn das Starterfeld ist auf 300 Personen begrenzt. Die Veranstalter losen Anfang September von den mehreren 1000 Teilnahmerkandidaten die Starter aus, welche danach informiert werden. Auch ich hatte Losglück und fand eine Startbescheinigung im Briefkasten.

Am Samstagmorgen (30. November 2002) machten wir uns auf ins ca. 200 km entfernte Sondershausen in Thüringen. Normalerweise würde ich für einen 10-Kilometerlauf nicht so eine weite Strecke auf mich nehmen, aber dieser Lauf hier ist was besonderes: Dieser Lauf findet in einem stillgelegten Salzkristallbergwerk 700 Meter unter der Erde statt. Nur noch ein Marathon, welcher ebenfalls in diesem Stollen ausgetragen wird, findet weltweit unter Tage statt.
Kurz vor der Einfahrt in den Stollen eine Überraschung: Zwei Lauffreunde vom LT Speeketze Marbach hatten auch Losglück gehabt. Ein unsicheres Gefühl herrschte bei allen, als der Förderkorb mit ca. 4m/s in den Berg einfuhr. Alle waren irgendwie glücklich wieder festen Boden unter den Füssen zu haben.


                   
 
 
         Die Neuhof/Marbach-Laufgruppe                                               Foto auf der Laufstrecke
                                                                                                                Aus dem schwarzem Loch im Hintergrund kam man gelaufen!
                                                                                         

Ich persönlich war schon überrascht, was hier unten für eine Temperatur herrschte. Hatte es bei der Einfahrt in den Stollen ganz schön gezogen, so waren hier unten ca. 25°C. Und schon nach wenigen Minuten hatte man einen salzigen Geschmack auf den Lippen. Bis zum Start hatte ich keine Probleme mit der relativ hohen Luftfeuchtigkeit, welche zwischen 30 und 40 Prozent liegen soll.

Kurz vor 12 Uhr hatten sich alle LäuferInnen am Start eingefunden. Nach einer Begrüssungsrede, den gemeinsamen Singen des Schneewalzers konnte es losgehen. Gefährlich wurde es beim Startgong. Der Starter holte soweit aus, dass Speeketze Stefan fast getroffen wurde. Gleich nach dem Start, gelaufen wurden zwei 5 Kilometer-Runden, ging es bergauf. Und dieses bergauf hörte nicht mehr auf. Erst nach etwa 12 Minuten waren die ca. 120 m Höhendiffernz auf den ersten zwei Kilomtern geschafft. Danach ging es nicht mehr so steil, aber noch recht wellig weiter. Zum Teil durch so dunkele Gänge, dass man die eigene Hand vor den Augen nicht mehr gesehen hat. Wenn man Glück hatte, lief in der Nähe von einen ein Läufer, welcher eine Taschenlampe o.ä. dabei hatte. Ansonsten galt das Motto welches der Organisator des Laufes uns mit auf dem Weg gegeben hatte. "Lauft immer dem Licht nach." Denn aller paar 100 m war mal wieder eine Lampe. Zum Schluss der Runden ging es, wie sollte es auch anders sein, bergab. Sehr vorsichtig musste man laufen, denn stellenweise war es sehr glatt. Einige Läufer mussten sich ihre Schürfwunden behandeln lassen. Nach der ersten Runde standen 24:43 min auf meiner Uhr.

Auf ging es zur zweiten Runde. Und was mir hier passierte ist, habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Wahrscheinlich weil mir bewusst war, was auf mich zukommt, versagten mir am Berg die Beine. Unter dem Fahrradhelm, dessen tragen Pflicht war, schwitze ich total und mein Puls war mega hoch. Ich musste gehen. Ich war total enttäuscht von mir, als ich aber hörte, dass fast jeder so seine Probleme mit der Strecke hatte, ging es mir wieder besser. Als ich den Anstieg hinter mir hatte, nahm ich das Rennen wieder auf. So gut es ging lief ich dem Ziel entgegen und erreichte es nach 51:28 min. Als 114. überquerte ich die Ziellinie. In der MHK reichte es für den 11. Platz.

  


P.S.: Wie kommen eigentlich Berge unter die Erde?
Das Salz wurde/wird so abgebaut, wie die Salzschichten (Flöze) in der Erde verlaufen. Und diese können schon mal einige hundert Meter Unterschied betragen.

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