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Rennsteig HM 2017

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Saisonauftakt und Frühjahrshöhepunkt
Nach 11 Jahren mal wieder über den Rennsteig

2001 war hier mein erster großer Wettkampf, 2005 war der Rennsteiglauf mein letzter Marathon. 2006, bedingt durch Verletzungen und den Umzug, dann gar mein bisher letzter Start in Oberhof. 11 Jahre später zum 45. Rennsteiglauf nun mein Rennsteigcomeback. Aufgrund beruflicher Verpflichtungen konnte ich vorher bei keinen Wettkampf starten, sodass aus dem geplanten Frühjahrshöhepunkt auch mein Saisonauftakt wurde.
Im Hinterkopf hatte ich immer noch den "Horror"-Halbmarathon von Hachenburg (Löwenlauf Oktober 2016), wo ich mich mit Grüßen vom Hammermann und Krämpfen ins Ziel quälte und anschließend tagelangen schweren Beinen hatte. Diesmal hatte ich mich wieder professioneller vorbereitet und so gelang es mir sogar einen Trainingslauf über die Halbmarathondistanz zurückzulegen. Somit machte ich mich mit gutem Gefühl am 20.05.2017 nach Oberhof, dass dieser Lauf mehr Spaß als Qual werden sollte. Und insgeheim hoffte ich, dass am Ende eine Zeit von unter 2 Stunden auf der Uhr stehen würde.
Die nötige Grundnervösität war vorhanden, als gegen 07:30 Uhr der Startschuss fiel. Aber da war noch nix mit loslaufen. Ich hatte als Wiedereinsteiger Block 6 von 8 gezogen. Und da dauerte es noch weitere 20 Minuten, bis auch mein Block zusammen mit Block 5 auf die Strecke geschickt wurde. Auf den Schild neben dem Block stand eine Zeit von 7:45 min/km. Und was das genau bedeutete, wurde mir bereits auf den ersten Kilometer deutlich. Die ersten gingen und Erinnerungen an die vergangenen Starts hier beim Rennsteig-Halbmarathon wurden präsent. Zum Glück verlief die Stecke hier noch auf einer gut ausgebauten und breiten Straße, aber bereits nach einem Kilometer wurde es enger, denn ab hier ging es in den Wald auf den Original-Rennsteig. Und ab da wurden die Geher zum Problem. Ausweichen, auch abseits der Wege, kurze Erhöhung des Tempos, wieder Einreihen, warten auf die nächste Gelegenheit zum Überholen und dann alles immer wieder von vorn. Und das bergauf. Dadurch schwankten die Zeiten auf den ersten 10 Kilometern zwischen 5:13 und 7:10 min/km. Damit war ich also bei Halbzeit des Laufes (etwa bei 1:06 h) deutlich über meiner Wunschzeit, aber der höchste Anstieg lag ja nun hinter uns und bis auf einem längeren Anstieg ging es jetzt größtenteils bergab. Aber auch oder gerade beim bergablaufen war höchste Vorsicht geboten. Die Strecke war durch das Unwetter des gestrigen Tages und die tausende LäuferInnen die bereits durch waren teilweise sehr matschig. Hinzu kamen offenliegende Wurzeln sowie lose Steine und der/die ein oder andere (darunter auch ich einmal) versuchten zu stürzen, wurden im letzen Moment aufgefangen oder machten Bekanntschaft mit dem Boden. Aber zumindestens in meiner unmittelbaren Nähe ging es immer glimpflich aus.
Aber nicht nur die Sturzgefahr auch die Angst zu überpacen und dann am Ende wieder Bekanntschaft mit dem Hammermann zu machen, sorgten dafür das ich nicht komplett Vollgas gegangen bin. Trotzdem freute ich mich, dass ich auch jetzt noch mehr LäuferInnen einholte als das diese mich einholten. Bei jedem Kilometer natürlich der Blick auf die Uhr. Klappt das mit den 2 Stunden oder war die erste Hälfte doch zu langsam? Aber egal wie es ausgehen sollte, ich fühlte mich auf der kompletten Strecke gut und auch beim letzten großen Anstieg von Kilometer 16-17 hatte ich keinerlei Probleme, außer vielleicht beim Ausweichen der vielen die hier wieder gehen mussten. Die zweite Hälfte war nahezu perfekt. Bis auf Kilometer 11 und der "Anstiegskilometer" 16 waren die anderen alle unter 6 Minuten, die letzten beiden waren sogar ganz ganz knapp an 5:00 min/km dran.
Im Ziel ein Blick auf die Uhr: 2:02:33 h. Kleines Ziel also wieder nicht geschafft, aber das Gesamtergebnis kann sich meiner Meinung nach und auch nach den Erfahrungen meines letzten Halbmarathones sehen lassen. Nach Auswertung der Daten von meiner Laufuhr und einen Vergleich mit dem des Löwenlaufes (ich weiß, man soll verschiedene Läufe nicht miteinander vergleichen) kann ich nur feststellen, alles richtig gemacht. Während ich in Hachenburg mit einem Durchschnittspuls von 175 unterwegs war, hatte ich hier auf dieser anspruchsvollen Strecke einen Durchschnittspuls von 156. Einen kleinen Trainingseffekt kann man also erkennen.  Obwohl,

wenn man sich im nachhinein die Bilder so betrachtet, da war einer schon ganz schön fertig.

     

Die korrigierte offizielle Zeit ist übrigens 2:02:27h und damit wahnsinnige 4 Sekunden schneller als Hachenburg. Die Zeit reichte für den 2255 Platz von 8000 Startern und in meiner Altersklasse M40 war dies der 317. Platz.

Hier noch meine selbstgestoppten Kilometerzwischenzeiten/ sowie offizielle Zeiten:

km_1:  6:21 min/km
km_2:  7:10 min/km
km_3:  5:48 min/km
km_4:  5:29 min/km
km_5:  6:38 min/km
km_6:  6:01 min/km
km_7:  7:10 min/km
km_8:  6:34 min/km
km_9:  6:56 min/km
km_10: 5:13 min/km
km_11: 6:08 min/km
Km_12: 5:33 min/km
km_12,1:                   1:13:48 h
km_13: 5:33 min/km
km_14: 5:15 min/km
km_15: 5:28 min/km
km_16: 6:07 min/km
km_17: 5:41 min/km
km_18: 5:31 min/km
km_19: 5:10 min/km
km_20: 5:03 min/km
Km_21: 5:05 min/km
Ziel:                           2:02:27 h
                                   
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