Rennsteig HM 2006 - www.planet-coolrunners.de

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Rennsteig HM 2006

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Rennsteig-Halbmarathon 2006

Schon früh im Jahr stand fest dass, trotz meiner langen Trainingspause wegen der Knieprobleme, auch in diesem Jahr auf den Rennsteig gelaufen werden sollte. Der Rennteiglauf ist nämlich mein Traditionslauf: erster großer Wettkampf und seit 2001 jedes Jahr teilgenommen. Ohne Zeitdruck sollte dieser Lauf angegangen werden, ist er doch der erste lange Lauf seit meiner Knieverletzung im Juni vergangenen Jahres. Für mich sollte er ein reiner Knietestlauf werden. Und sollte ich die angedachten 2 Laufstunden ohne Schmerzen und sonstige Probleme durchhalten, dann soll mein Training um längere Läufe sowie Tempoeinheiten aufgestockt werden, damit ich wieder annähernd an meine Form vom letzten Frühjahr rankomme.

Damit das mit den 2 Stunden auch klappt, gelang es mir Markus einen Arbeitskollegen zu überreden seinen ersten Wettkampf überhaupt zu laufen. Ich sollte ihm als Tempomacher dienen, er mir als Bremse. Gemeinsam mit beiden Familien (Frau und 3 Kinder auf Markus Seite, Corinna mit Babybauch auf meiner) machten wir uns am 20. Mai früh um 04:30 Uhr auf den Weg von Fulda zum Startort nach Oberhof. Graue dicke Wolken und Temperaturen von unter 10°C begleiteten uns unterwegs. Nach Abholung unserer Startunterlagen und einer kleinen Diskussion mit Markus, dass er sich wenigstens von der langen, dicken Hose trennen sollte, machten sich unsere Frauen auf den Weg zum Zielort nach Schmiedefeld. Wir hatten noch eine gute halbe Stunde bis zum Start. Wir verzichteten auf ein Aufwärmprogramm und verkrochen uns bis kurz vor dem Startschuss in einem Zelt. In der letzten Nacht ging ein starker Sturm über Deutschland und noch immer blies ein kalter Wind. Ganz hinten im Starterfeld reihten wir uns ein, und nach dem Schneewalzer ging es dann endlich los.
Die ersten beiden Kilometer wurden zum Einlaufen genutzt, und um die vielen Walker hinter sich zu lassen. Als es endlich auf den Rennsteig ging, sah man schon Spuren des letztnächtigen Sturmes. Überall lagen heruntergeknickte Äste, sodass ein überholen neben den Weg noch schwieriger wurde. 33:10,91 min nach überqueren der Startlinie und einen stetig ansteigenden Weg erreichten wir das 5-Kilometer-Schild. Den mit 982 m höchsten Punkt des Laufes den Grossen Beerberg ließen wir nach 41:47,37 hinter uns. Kurz nach dem Verpflegungspunkt Schmücke waren auch die ersten zehn Kilometer geschafft. Bisher waren wir 59:40,90 min unterwegs. Nach einer kleinen Schwächephase von Markus, ich weiß immer noch nicht warum er an der Schmücke auf jedliche Getränke und Verpflegung verzichtet hatte, ging es weiter Richtung Ziel. Zum Glück ging es jetzt erstmal leicht bergab.

Bis zum letzten größeren Anstieg zwischen km 16 & 17 hatte er sich aber wieder gefangen. Kilometer 16 erreichten wir nach 1:31:50,37 h, Kilometer 17 nach 1:37:05,95 h (5:15,62 min). Da es ab da fast nur noch bergab Richtung Ziel ging, konnten wir es jetzt rollen lassen. Dies zeigen auch die jetzt gelaufenen Zeiten: 4:23,55 min für Km18, 4:57,71 min für km 19, 4:53,06 min für km 20. Für die letzten 1100 min benötigten wir noch 05:02,79 min.    

Nach 1:56:21 Stunden (offizielle Zeit) überliefen wir beide die Ziellinie. Und das war auch gut so. Markus kämpfte ein wenig mit seinem Schienbeinen sowie mit den Waden, und bei mir zeigte mein Körper, dass es doch nicht so leicht ist, einen Halbmarathon einfach mal so aus dem stehgreif zu laufen. Und schon gar nicht den Rennsteiglauf.

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