Rennsteig HM 2002 - www.planet-coolrunners.de

www.planet-coolrunners.de
www.planet-coolrunners.de
Direkt zum Seiteninhalt

Rennsteig HM 2002

ARCHIV/ PRESSE/ LINKS
Im zweiten Jahr wird es schwerer...
 

..., diese Floskel aus dem Fussball kann ich nun auch auf den Rennsteiglauf beziehen. Wenn man weiss, wann welche Steigung kommt, verkrampfen die Beine scheinbar von alleine. Trotzdem gelang mir mit der Zeit von 1:39:48 Std eine Verbesserung der Vorjahreszeit von über 10 Minuten. Neben der Strecke lief es diesmal auch nicht so, wie es eigentlich sollte.

Erst kurz vor dem Lauf vom Deutschen Turn- & Sportfest aus Leipzig gekommen, wo wir gearbeitet hatten, fand ich keine Fahrgemeinschaft nach Oberhof. So brach ich kurz vor Mitternacht allein bei mir zu Hause auf, um zum Zielort nach Schmiedefeld zu fahren. Geplant war eine Fahrzeit von ca. 2 Stunden, dann noch ein wenig im Auto schlafen, um mit den Pendelbussen ab 06:00 Uhr nach Oberhof zu kommen. Es kam aber etwas anders. Zuerst hatte ich im dunklen Thüringer Wald die unheimliche Begegnung mit einem Hirsch auf der Fahrbahn, wobei ich noch rechtzeitig anhalten konnte. Da war der Puls natürlich oben und ich wach. Ganz langsam kämpfte ich mich nach Schmiedefeld und kuschelte mich in meinen Schlafsack. Prompt fing es auch an zu regnen. Wie sehr behilflich Regentropfen auf ein Autodach sein können, wenn man einschlafen will, brauche ich nicht zu erwähnen. Aber so konnte ich wenigstens nicht verschlafen. Gegen 05:30 Uhr machte ich mich fertig, und ging zu den Bushaltestellen. Was für eine Überraschung. Gedränge! Kein Wunder, versuchten sich doch bei der 30. Auflage des Rennsteiglaufes in diesem Jahr 5602 LäuferInnen auf der Halbmarathonstrecke. Ich weiss nicht den wievielten Bus ich endlich erwischte. Jedenfalls ging es recht langsam im zähfliessenden Verkehr nun Richtung Oberhof, wo wir kurz vor 07:00 Uhr ankamen. Hier wurde erstmal die Stelle für die Startunterlagen gesucht, welche man gegenüber dem letztem Jahr verlegt hatte. Jetzt wurde es eng. Nur noch schnell die Tasche zu den Sammeltransport gebracht, nicht gedehnt oder sonstwie warmgemacht, sondern nur schnell in meinen Startblock reingedrängt, und schon ging es los.

Bei diesem Chaos hatte ich mir eigentlich eine gute Zeit schon abgeschminkt. Eine überfüllte Strecke auf dem ersten Kilometer sorgte für ein lockeres Tempo, und ich war doch warm, als sich das Feld etwas auseinandergezogen hatte und die erste Steigung begann. Irgendwie haben die aufgeschüttet, waren so meine Gedanken, als ich mich da zum Grossen Beerberg hochquälte. Aber vieleicht lag es auch daran, dass im Raum Leipzig die Wege nicht so bergig sind. Wie anspruchsvoll die Strecke am Anfang ist, zeigt die 5 Kilometer Zwischenzeit vom über 33 Minuten. Nach der Schmücke war klar, dass heute doch eine gute Zeit drin ist. Hatte ich hier im letzten Jahr nach eine Zeit von knapp über einer Stunde, so war ich diesmal über 6 Minuten schneller. Auch am zweiten grossen Anstieg, welcher bei Kilometer 13 beginnt, schien es mir, als hätte ich mehr Probleme als im letzten Jahr. Vielleicht lag es daran, daß ich gegenüber 2001 versucht habe, bergab etwas mehr Tempo zu machen. Und das es zwischen Kilometer 19 und 20 noch mal leicht ansteigend wird, wurde mir auch erst dieses Jahr bewusst.

Klasse Stimmung wieder in und um das Stadion in Schmiedefeld. Einzig ärgerlich war, dass durch die Verzögerungen bei der Taschenabgabe in Oberhof, die Transportfahrzeuge verspätet in Schmiedefeld eintrafen, und viele, darunter auch ich, mit den nassen Sachen in der Kälte warten mussten. Aber ansonsten hat mir dieser Tag wieder viel Spass gemacht.


Die Zwischenzeiten:
5 km 33:10 min; 10 km 54:38 min; 15 km 1:17:00 Std; 20 km 1:38:17 Std; Ziel 1:38:47 Std

Platzierung:
Patz 486 in der Gesamtwertung, und 104 in der MHK

Zurück zum Seiteninhalt