Rennsteig HM 2001 - www.planet-coolrunners.de

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Rennsteig HM 2001

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Auf Basalten Höhen
Mein erster großer Lauf! Der Rennsteiglauf-Halbmarathon von Oberhof nach Schmiedefeld.

Gänsehautgefühl beim Zieleinlauf

 

Diesen Lauf hatte ich mir schon letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt. Ein Arbeitskollege hatte ihn mir empfohlen, und nun sollte er der Höhepunkt dieses Laufjahres werden.

Total übermüdet, weil vor Aufregung kein Auge zugekriegt, machten ich mich am 19. Mai 2001 gegen drei Uhr auf den Weg nach Oberhof. Unterwegs holte ich einen Arbeitskollegen ab, welcher mir noch einige Tipps für den Lauf und über die Strecke gab. Kurz nach sechs Uhr in der Frühe erreichten wir den Startort Oberhof.

Es war zwar kühl, aber trotzdem hatte der Wettergott in diesem Jahr ein einsehen mit dem Läufern. Im letztem Jahr soll es sogar geschneit haben. Und das im Mai!

4.479 Läufer/Innen dehnten und wippten gemeinsam zu den Klängen des Rennsteigliedes, bevor es kurz nach 7:30 Uhr losging. Man hatte mich im 4. von fünf Startblocks eingeteilt. Im hinteren Teil des Feldes kam es am Anfang des Laufes zu leichten Verstopfungen, besonders als es das erste Mal auf den naturbelassenen Rennsteigweg ging. Auch ein paar querliegende Bäume galt es zu überwinden. Dies war aber nicht so schlimm, denn so wurde das Tempo relativ langsam gehalten. Galt es doch auf den ersten 7 km ca. 250 Höhenmeter zu überwinden, bis der 973 m hohe Große Beerberg bezwungen war. Bis zur Verpflegungsstation der Schmücke ging es leicht bergauf bzw. -ab. Kurz nach der Schmücke war die Hälfte der Strecke geschafft. Ab hier ging es ca. 4 km bergab, um anschließend nochmal 3 km aufwärts zu laufen. Und da ich auf meinen Arbeitskollegen gehört hatte, und auch auf der Gefällstrecke das Tempo nicht überdreht habe, holte ich beim Anstieg alle die wieder ein, welche bergab an mir vorbeigelaufen waren. Bei Kilometer 17 war der letzte Anstieg geschafft. Ein grosses Plakat mit der Aufschrift "Ab hier geht es nur noch abwärts" sowie eine Trommelband machten die Beine noch mal locker für die letzten Kilometer.

Bei Kilometer 20 eine kleine Überraschung. Von hier aus hörte und sah man schon das Ziel. Hätte ich die Ausschreibung richtig durchgelesen, wäre mir aufgefallen, dass dieser Halbmarathon nur 20,4 Kilometer lang ist. Richtig Kraft für einen Schlussspurt war eh keine mehr da, aber die vielen tausend Zuschauer in und um das Stadion in Schmiedefeld motivierten noch mal. Eine richtige Gänsehaut ging über den Rücken bei dem Anfeuerungsjubel der Zuschauer.

So etwas hatte ich bei keinem meiner bisherigen Wettkämpfe erlebt. Besondere Jubelstürme gab es, als die ersten der Marathon- bzw. Supermarathonstrecke das Ziel erreichten. Für mich stand fest, dass ich im nächsten Jahr wieder hier starten werde. Mein Arbeitskollege meinte aber, so eine Stimmung ist noch zu steigern. Er empfiehlt da z.B. den Marathon in Berlin. Und dies will ich testen. Wieder zu Hause angekommen, habe ich mich gleich übers Internet für meinen 1. Marathon angemeldet. Man muss sich ja immer neue Ziele setzen.


Übrigens, am Ende belegte ich in 1:50:37 Std. den 1507. Platz in der Gesamtwertung, und den 340. Platz in der Männlichen Hauptklasse.




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