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Nürburgringlauf 2014

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Nürburgringlauf 2014

Das ist dann wohl viel besser gelaufen als erhofft. Nach 2:20:26 h war ich wieder am Ausgangsort, von wo aus über 1000 LäuferInnen auf die 24,4 Kilometer lange Strecke zuerst über einen Teil der Grand Prix-Strecke und anschließend über die legendäre Nordschleife des Nürburgringes geschickt wurden. Doch nicht nur die erlaufene Zeit ließ mich beim Durchlaufen der Ziellinie jubeln, sondern die Tatsache das ich die bergige und die zu 100 Prozent aus Asphalt bestehende Strecke ohne jedliche Knieschmerzen durchgestanden hatte.
Gemeinsam mit meinen Kollegen Ralph, welcher sich wieder auf den Frankfurt Marathon vorbereitet, ging es am 26. Juli pünktlich um 08:45 Uhr auf die Strecke. Von der Grand Prix-Strecke bekamen wir nicht viel zu sehen, denn der Nürburgring stand noch voll im Nebel. Die ersten beiden Kilometer standen eh im Zeichen eines sehr menschlichen Problems. Ich hatte ausreichend getrunken und das forderte nun noch einmal seinen Tribut. Erst kurz vor Kilometer zwei ergab sich die Gelegenheit und nun konnte das Rennen auch für uns offiziell beginnen. Im Bereich der Grand Prix-Strecke standen rechts und links der Straße Hunderte von Zelten und vor diesen Zelten die, welche am Nachmittag bei den verschiedenen Veranstaltungen von Rad am Ring an den Start gehen würden. Die Stimmung war prächtig, aber leider nur ca. 4 Kilometer lang, denn ab dann ginn es auf die Nordschleife, die grüne Hölle. Und hier war bis auf die vielen Helfer an den Verpflegungs- und Getränkestationen niemand mehr an der Strecke.

     

Apropo Verpflegungs- und Getränkestationen: Nach dem kleinen Desaster beim Brexbachtallauf vor gut einem Monat wo ich zu lange mit der Verpflegung gewartet hatte und dann bei Kilometer 20 der Einbruch kam, war klar das ich diesmal von Anfang an das Angebot von Bananen und Müsliriegel annehmen würde.
Das wir uns für das richtige Tempo entschieden hatten, bemerkten wir bei den ersten ernsthaften Anstiegen. Kurz und knackig ging es immer wieder bergauf, um anschließend wieder bergab zu laufen. Ralph der Flachland Frankfurter bemerkte nach dem ersten Anstieg, dass er doch mal Berge im Training hätte laufen können. Da ich aber seit dem Brexbachtallauf auch keine langen Läufe mehr gemacht hatte, ergänzten wir uns an diesem Tag perfekt. Neben dem ständigen Auf und Ab auf Asphalt kam für mein Knie noch erschwerend hinzu, dass die Strecke besonders im Kurvenbereich leicht ins Kurveninnere abgeschrägt war. Deswegen war es besonders wichtig auch bergab nicht zu überpacen.
Bei Kilometer 6 war übrigens noch mal ein kurzer Boxenstopp fällig, aber danach ging es ohne weitere Pausen weiter. Der Nebel hatte sich in der Zwischenzeit auch gelegt und die Sonne kam heraus. Jetzt sah man zwar wo man hinlief, was es aber auch nicht immer einfacher machte.
Kurz vor Kilometer 12 kam leichte Unruhe im Feld auf. Um uns herum hörte man immer wieder die Worte "Hohe Acht". "Ist sie das schon?" "Wie lang war die noch mal?" "Wo kommt das steilste Stück?" Was war den hier los? Ich dachte, ich hätte mich perfekt auf die Strecke vorbereitet, als ich gestern bei Gran Turismo mehrmals über den Ring gefahren bin. Klar war es bergig, aber war das wirklich so ein Berg dabei? Bei Kilometer 17 waren wir schlauer. Über 300 Höhenmetern seit dem tiefsten Punkt der Strecke bei Kilometer 12,5 lagen hinter uns. Viele gingen hier nur noch, und auch wir kämpften gegen das Stehenbleiben. Wir wurden zwar deutlich langsamer, aber wir schafften den Berg ohne gehen zu müssen.

     

Nachdem nun der höchste Punkt des Laufes war geschafft war, konnte ich mich wieder aufs durchhalten konzentrieren. Und da sah es gut aus. Mit sicheren Schritten ging es Richtung Halbmarathondistanz. Erinnerungen an den Brexbachtallauf wurden wieder wach, als bei dieser Distanz erst der Einbruch und dann die Knieschmerzen kamen. Aber diesmal sah es besser aus. Ich fühlte mich gut und das Knie: keine Schmerzen, nicht einmal ein kleinstes Zwicken.
Bevor es wieder auf die Grand Prix Strecke ging, gab es noch einmal ein Nordschleifenphänomen zu bewundern und zu bewältigen. Eine ca. 1 Kilometer lange Gerade. Auch Kurzsichtige wie ich konnten den langen Läuferlindwurm bis hin zum Horizont sehen. Begünstigt wurde das auch durch die Tatsache, dass es auch hier wiedermal bergauf ging. Hier bei Kilometer 23 merkte ich dann auch das erste Mal etwas Erschöpfung (oder doch mehr - das erste Bild der nächsten Reihe sagt dann doch mehr als ich wahrhaben wollte!) Aber die war auch schnell wieder vorbei, als es wieder auf die Grand Prix-Strecke ging. Nun waren es noch ca. 400 Meter bis zur Ziellinie. Zwar kein Schlussspurt, aber eine gefühlte Temposteigerung war drin. Soviel zumindestens, dass es mir nach einem Jahr mal wieder gelang am Ende vor Ralph die Ziellinie zu überqueren.

     

Zum Schluss noch was für die Statistiker:

Zielzeit: 02:20:26
Platz: 372
Platz in AK M35: 53

Die selbstgestoppten Kilometerzeiten (und Zwischenzeiten*):
(* ab Startschuss)
km  1_ 06:01,68 min (0:06:01,68 h)
km  2_
km  3_ 12:08,62 min (0:18:10,30 h)
km  4_ 05:13,33 min (0:23:23,63 h)
km  5_ 05:26,88 min (0:28:50,51 h)
km  6_ 05:53,07 min (0:34:43,58 h)   
km  7_ 05:17,13 min (0:40:00,71 h)    
km  8_ 06:04:57 min (0:46:05,57 h)
km  9_ 05:32,19 min (0:51:37,47 h)    
km10_ 05:18,01 min (0:56:55,48 h)
km11_ 05:36,51 min (1:02:31,99 h)
km12_ 05:58,82 min (1:08:30,81 h)
km13_ 06:16,01 min (1:14:46,82 h)
km14_ 07:27,94 min (1:22:14,76 h)
km15_ 06:26,34 min (1:28:41,10 h)
km16_ 06:59,07 min (1:35:40,17 h)
km17_ 05:28,82 min (1:41:08,99 h)
km18_ 05:37,20 min (1:46:46,19 h)
km19_ 05:36,75 min (1:52:22,94 h)
km20_ 06:04,27 min (1:58:27,21 h)
km21   _ 05:41,00 min (2:04:08,21 h)
km22   _ 05:41,39 min (2:09:49,60 h)
km23   _ 05:57,69 min (2:15,47,29 h)
km24   _
km24,4_ 05:08,01 min (2:20:55,30 h)
    
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