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Nordseelauf 2006

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Nordseelauf 2006

Danke Franz! Alle lieben und verehren den Kaiser aus München, da er uns die Fußball-WM nach Deutschland geholt hat. Alle? Nein, eine kleine Minderheit von Nordseeläufern konnte sich nicht so richtig freuen. Nachdem man bei den Organisatoren schon im letzten Jahr festgestellt hatte, dass der Termin für einige (u.a. Dauersieger Heinz Dankers) arbeitstechnisch nicht passt, hatte man über eine Verlegung des Laufes nachgedacht. Nur bei einem Mehretappenlauf ist das so eine Sache, denn wenn nur ein Etappenort nicht mitspielt, dann .... So blieb alles beim alten: vom 17.-24.06.06 sollte der 5. Nordseelauf stattfinden und zum zweiten Mal ohne mich.

Ende Mai ein kleiner Hoffnungsschimmer. Durch meinen Arbeitsplan im WM-Zeitraum ergaben sich für mich zwei Möglichkeiten, wenigstens an einer Etappe teilzunehmen. Also wurden Zugverbindungen und Abfahrtzeiten studiert. Die erste mögliche Lauf am 20.06. auf Langeoog scheiterte an der frühen Startzeit und der damit nichtvorhandenen Zugverbindung. Aber für den 23.06. in Bremerhaven bestand die Möglichkeit. So wurde dieser Termin in den Kalender eingetragen und alles dafür notwendige geplant.

Am Freitag, den 23. Juni war die Nacht früh beendet. Um halb 9 hatten Corinna einen Termin beim Frauenarzt. Da ich noch bei keinem gefehlt hatte, war es Ehrensache, dass ich auch diesmal dabei bin, auch wenn der gestrige Donnerstag ein langer Arbeitstag war. Nach dem gut verlaufenden Termin ging es noch schnell einkaufen und dann ab zum Bahnhof in Fulda. Kurz nach 12 Uhr ging es mit dem ICE nach Bremen, wo es nach kurzem Aufenthalt weiterging nach Bremerhaven. Nach einer Odyssee mit dem Bremerhavener Stadtverkehr stand ich gegen 17:00 Uhr bei der Anmeldung. Was für ein Hallo bei vielen alten Bekannten, Konkurrenten und Freunden aus den letzten Jahren. Und mit meiner Aktion nur für einen Lauf aus der Mitte Deutschlands in den hohen Norden zu kommen, war ich erstmal Gespräch Nummer 1 unter den Läufern und Organisatoren. Sogar der spannende Kampf um den ersten Platz in der Gesamtwertung war kurz kein Thema mehr. Aber wie heisst es so schön: Einmal Nordseeläufer - Immer Nordseeläufer!

18:00 Uhr war dann endlich Start. Die heutige 7. Etappe war identisch mit der 2. Etappe vom 1. Nordseelauf 2002. Damal lief ich den Kurs über 2 Runden, die laut Ausschreibung in diesem Jahr 6 Seemeilen (11,11 km) betragen sollen, in 52:42 min. Ich kannte meinen Trainingszustand sowie den Zustand des Weges und rechnete nicht damit auch nur annähernd an diese Zeit heranzulaufen. Ausserdem hatte ich mich irgendwie verquatscht, sodass ich ohne warmlaufen mich im hinteren Teil des Teilnehmerfeldes einreihte. Ich meine, dass mit dem Warmlaufen konnte man heute sowieso vernachlässigen. Es war zwar nicht so heiß wie an jenem 2. Juni 2002 oder die letzten Tage, aber auch wenn die Sonne hinter einer Wolkendecke verschwunden war, war es immer noch schül und richtig drückend. Da nutzte auch der kleine Regenschauer der kurz vor dem Start herunterging und der Seewind nicht viel.
Nach 5:12,65 min hatte ich den ersten Kilometer hinter mir gelassen. Der nächste Kilometer war schon nach 4:53,62 min geschafft. Jetzt hatte mich das Wettkampffieber wieder erwischt. Mit dem richtigen Hasen, Trainer Andreas hatte sich zu mir gesellt und begleitete mich bis zum Ende der ersten Runde, ging es jetzt noch einen Schritt schneller. Kilometer 3 war nach 04:40,12, und der Kilometer 4 nach 4:38,31 min geschafft. Die Kilometer 5 und 6 wurden nach 9:19,78 abgedrückt und weiter ging es mit 4:38,28 min (km7), 04:40,65 (km8), 04:28,62 (km9) und 04:24,28 (km10). Am Ende stand eine Zeit von 51:50 min auf der großen Uhr über den Ziel. Nach einer bitterkalten Dusche dann eine kleine Überraschung. Mit dieser Zeit wurde ich 2. in der M30. Nur schade, dass ich bei der Siegerehrung welche um 20:30 Uhr begann, nicht mehr dabei sein konnte, denn um 21:27 Uhr ging schon der letzte Zug Richtung Heimat. Mit dem Regionalexpress ging es über Bremen nach Hannover und von dort zum Glück mit dem ICE nach Fulda, wo ich kurz nach 3 Uhr ankam. Eine 4 stand auf der Uhr, als ich endlich im Bett lag. Und um 09:00 Uhr war die Nacht auch schon wieder beendet.

Aber was soll man sagen: Schön war es, hart war es; aber ich würde es immer wieder tun.
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