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münz extrem 2015

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Münz extrem 2015
Rund um Höhr-Grenzhausen

Zu ungewohnter Zeit, am Freitag den 24. Juli 2015 um 18:00 Uhr, fand der 5. münz extremlauf, ein Cross- und Hindernislauf statt. Bei allen vorausgegangenen Veranstaltungen war ich immer angemeldet, nur 2011 konnte ich aus gesundheitlichen Gründen daran nicht teilnehmen. Klar dass auch in diesem Jahr dieser Lauf nicht fehlen durfte, obwohl er terminlich ungünstig liegt. Da in einer Woche der Frankfurt City Triathlon stattfindet, war dieser Lauf deshalb nur als Vorbereitungslauf geplant sowie als Lauf für die Statistik wichtig. Denn durch die Teilnahme an diesem Lauf schaffe ich es wirklich, dass der Frankfurt City Triathlon nächsten Sonntag ein Jubiläumslauf wird.
Gegenüber den Vorjahren gab es nicht nur Veränderungen bei der Startzeit. Nein auch Startort, Laufstrecke und Distanz haben sich gegenüber den Vorjahren verändert. Während es in den vorangegangenen Jahren Ort zu Ort-Läufe waren, war in diesem Jahr erstmals Start- und Zielort identisch. Dadurch veränderte sich auch die Streckenlänge (von 15 auf 12 km) sowie die Strecke. Einiges der Strecke waren aus den vergangenen Jahren bekannt, viele Wege wurden erstmals gelaufen. Ansonsten blieb alles beim alten. Verschiedene Hindernisse, künstliche aber auch natürliche, mussten überwunden werden. Und der Start erfolgte in Vierer-Gruppen.
Ich hatte mich, auch aus taktischen Gründen, ins hintere Drittel des Startblockes gestellt und wartete dort auf die Gelegenheit in eine Vierergruppe hinein zu rutschen. Dies gelang dann relativ schnell und ca. 8 Minuten dem offiziellen Start ging es auch für mich auf die Strecke. Zuerst galt es einen 2 Kilometer langen Rundkurs durch Grenzhausen. Gleich nach dem Start ging es über eine Palettentreppe, danach folgte ein Reifenhindernis. Danach kamen das altbekannte Heuballen-Hindernis und als "Gittern und Gatter" bezeichnete neue Hindernis. Dabei mussten mehrere Absperrgitter überwunden werden. Nach kurzer Laufpassage ging es auf dem Bauch robbend durch eine Röhre und danach kamen Treppen, wieder Laufstrecke und nochmal Treppen. Diesmal die vom Keramikmuseum. Erst am Museum außen nach oben und dann durch das Museum wieder nach unten. Jetzt folgte ein längeres Laufstück und bevor die kurze Runde beendet war ging es durch einen künstlichen Wassergraben und ein weiteres Reifenhindernis. Danach ging es vorbei am Start-Ziel-Bereich und es wurden nochmal über die Hindernisse Palettenberge, Reifen, Strohballen, Gitter, Röhre und die beiden Treppen. Vor dem Keramikmuseum ging in dieser 2. Runde nun einen anderen Weg und wir verliessen die Stadt.
Nachdem es nochmal kurz durch das Gelände der Firma Rastal ging, konnte und durfte erstmal gelaufen werden, bis die nächsten Hindernisse auf uns warteten. Über Feld- und Waldwege ging es zuerst wellig, später dann nur bergab bis zum Ort Grenzau. Kurz hinter dem Olympiastützpunkt Tischtennis wartete das nächste Hindernis, die Bauchquerung. Bis dahin lief ich mit jemanden zusammen, den ich schon bei den ein oder anderen Wettkampf im Westerwald getroffen hatte. Er war früher gestartet und ich in der Zwischenzeit zu ihm aufgelaufen. Da er, wie er sagte, Trainingsrückstand hatte und ich ja keinen Zeitdruck liefen wir erstmal ein Stück zusammen. Nach dem Bach, welcher übrigends wieder von meiner Ortsgruppe der DLRG abgesichert wurde, ließ er mich alleine weiterlaufen. Denn jetzt wurde das, was wir gerade bergab gelaufen sind wieder nach oben gelaufen. Auf dem sogenannten Raubritterpfad ging es Richtung Burg Grenzau. Wichtigstes Etappenziel wie immer hier: Durchlaufen und nicht stehen bleiben. Obwohl der enge Weg sehr voll war, gelang mir dies. Auf dem letzten Teilstück vor der Burg sagte ein Läufer zu mir, welchen ich gerade überholt hatte, dass ich nicht wie eine Gazelle laufen würde. Da ich nicht wusste wie er das gemeint hatte, blieb ich kurz bei ihm und er erklärte mir, dass gerade eine Frau an ihm vorbei sei, welche viel sanfter als ich gelaufen wäre. Augenzwinkernd antwortete ich dass ich als Löwe halt viel schwerer bin, aber trotzdem erst am Ende abgerechnet wird. Kurz hinter der Burg hatte ich die Gazelle eingeholt und ab hier jagte bzw. folgte die Gazelle nur noch den Löwen. Ab dem Serpentinenweg herab vom Kaiserstuhl ins Brexbachtal lief sie mir hinterher oder auch neben mir. Am langen Bergauf-Stück konnte man dann auch die Garzelle angestrengt atmen hören. Als wir wieder ganz oben waren, war noch etwa ein Kilometer zu laufen. Da kam sie auf einmal aus meinen Windschatten gelaufen und gab Gas. Das ärgerte mich schon ein bißchen. Zwei oder drei Kilometer schön ziehen lassen und dann oben wieder das eigene Ding machen. Aber nicht mit mir. Wenn Man(n) so an der Ehre gepackt wird, muss man Gegenhalten. Und da ich das noch konnte, tat ich es auch. Nach wenigen Metern hatte ich sie wieder und diesmal ließ ich sie stehen. Auf den letzten Metern ging es nochmal durch das Wasserbecken und einem Reifenstabel und dann war das Ziel erreicht. Der Schlussspurt war nicht eingeplant, aber ansonsten hatte ich mich an meine Vorgaben gehalten. Ich lief locker mit einer Zeit von 1:12:27 h durchs Ziel.
Mit dieser Zeit wurde ich 35. in der Gesamtwertung und 33. aller Männer. In meiner Altersklasse erreichte ich den 6. Platz. Zwischenzeiten kann ich keine geben, da ich auf der Strecke keine Kilometerschilder gesehen habe.

Man achte bitte auch auf mein originelles Laufshirt. Zum Auftakt der neuen Drittligasaison musste ich mal zeigen, wofür neben dem Sport noch mein Herz hobbymässig schlägt.
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