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münz extrem 2014

ARCHIV/ PRESSE/ LINKS
Über Strohballen und Treppen, durch Flüsse und LKW-Anhänger beim
münz extrem Kannenbäckerlauf 2014

Obwohl diese wunderschöne Veranstaltung bereits zum 4. Mal stattfand und ich bereits zwei Starts vorweisen kann, war der Lauf am vergangenen Samstag, 24.05.2014, auch eine Premiere für mich, denn zum erstenmal sollte für mich der Startort Ransbach-Baumbach sein und das Ziel Höhr-Grenzhausen. Vor zwei Jahren ging es erstmals in diese Richtung, doch damals konnte ich krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Auch diesmal  war ein Start kurzzeitig gefährdet, nachdem ich mir am Mittwoch eine Verletzung an der Netzhaut des rechten Auges zuzog. Doch Dank eines guten Augenarztes und mit Hilfe einer therapeutischen Linse sowie einer dunklen Sonnenbrille konnte ich dann doch teilnehmen.
Zwar als Einzelstarter, aber doch zu zweit, ging es über die wiedermal 15 natürlichen oder künstlichen Hindernisse, welche es auf den 15 Kilometern zu überwinden waren. Zusammen ging es diesmal mit Alex über die Strecke. Alexandra und ihren Mann Wolfgang diente ich 2003 bei ihren ersten Marathon in Amsterdam als Tempomacher. Die Familie unseres Trauzeugens besuchte uns auch aus Anlass dieses Laufes, doch Alex und ich hatten uns unabhängig voneinander als Einzelläufer angemeldet und ein Ummelden zum Mix-Team hatte nicht mehr geklappt. Aber trotzdem stand fest, dass wir gemeinsam ins Ziel laufen werden.

Um 14:00 Uhr war offizieller Start und immer zu zweit ging es im Abstand von ca. 10 Sekunden auf die Strecke. Auf den ersten 50 Metern warteten schon die ersten beiden Hindernisse auf uns. Zuerst ging es robbend durch eine Kriechbahn um anschließend gleich die Galerie des Ruhms zu überwinden.

     

Im Anschluss daran kam eine längere Strecke über befestigte Waldwege, bevor kurz vor Kilometer 4 mit den Heubergen von Hilgert das nächste Hindernis auf uns wartete.

Jetzt ging es erstmal ein gutes Stück durch den Ort Hilgert, und zwar bergab, um danach auf zum Teil aufgeweichten und matschigen Waldwegen den nächsten Hindernissen entgegen zu laufen. Hierbei handelte es sich um den Kammerforster Steig, welcher aus dieser Richtung kommend zum Glück abwärts überwunden werden musste. Aber trotzdem musste man höllisch aufpassen, dass man auf den vielen Stufen oder den Wurzeln nicht  ausrutschte. Das vor ca. 1 Stunde die Mountainbiker des erstmals ausgetragenen münz extrembike hier herabfuhren, machte es nicht unbedingt einfacher. Die Am Ende des Kammerforster Steig war der Bahnhof Grenzau erreicht, und damit war die Hälfte des Laufes auch schon geschafft.

Auf den nächsten drei Kilometer folgten vier Hindernisse. Zuerst ging es zweimal durch den gut gefüllten Brexbach. Mit patschnassen Schuhen folgte sofort der Anstieg auf dem Raubritterpfad. Mit kleinen Schritten kämpfte ich mich den Berg hinauf. Am Ende des Raubritterpfades hatte ich eine kleine Verschnaufpause, als ich auf Alex wartete, welche an einigen gehenden Läufern/Innen auf dem schmalen Weg nicht vorbeikam. Und schon folgte das nächste Hindernis. Erstürme die Burg hieß es und es begann mit einen steileren, asphaltierten Anstieg zur Burg Grenzau. Oben angekommen wartete mit der Holzwand ein altbekanntes und bewährtes Hindernis. Nach einer kurzen Verschnaufpause kam das für mich schwerste Hindernis. Der Serpetinenweg vom Kaiserstuhl hinab ins Brexbachtal. Bergauf hat dieses Stück es schon in sich, aber auch bergab sollte man gut aufpassen um auf den aufgeweichten, matschigen und durch viele Wurzeln geprägten Weg nicht wegzurutschen. Nach gut einen Kilometer durch das Brexbachtal kam ein letzter Anstieg hinauf in den Zielort Höhr-Grenzhausen. Dieser lange Anstieg mit teilweise kurzen steilen Anstiegen hatte es noch einmal in sich. Nicht alle konnten diesen Anstieg durchlaufen und sogar einige Mountainbiker überholten wir, welche ihr Fahrrad auf der hier identischen Lauf-/Bikestrecke schoben. Auch ich musste kämpfen und die Schritte wurden zum Ende hin immer kürzer.

Oben angekommen warteten die nächsten Hindernisse, welche gleich hintereinander folgten. Zuerst kam auf den Gelände der Firma Rastal die Hüpfburg, welche selbstverständlich nur ohne Schuhe zu überqueren war. Im Anschluss ging es durchs Keramikmuseum um direkt nach dem Ausgang den Palettenberg zu überqueren. Auf den nun folgenden 2 Kilometern bis zum Ziel ging es eigentlich nur noch bergab. Eigentlich, den es folgten noch die Heuberge von Höhr-Grenzhausen, welche noch überwunden werden mussten. Auf den nebenstehenden Foto von diesen Hindernis kann man deutlich erkennen, dass mir die bisherigen Kilometer mit ihren Hindernisse, vermutlich auch krankheitsbedingt, einiges abverlangt haben. Und so war es nicht allzu verwunderlich, dass eine Tempoverschärfung auf den letzten Kilometer nicht mehr drin war. Und da warteten ja noch die letzten Hindernisse auf uns.

Wie in den letzten Jahren auch, wurde es auf den letzen Metern noch mal nass. Denn das erste der letzten drei Hindernisse war der knietiefe und ca. 10 Meter lange Wassergraben. Im Anschluss daran stand die Durchquerung eines LKW-Anhängers an, um zum Schluß die Reife(n)prüfung zu bestehen. Die letzen Meter bis zum Ziel wurden mit nur einem Schuh am Fuß und einem in der Hand zurückgelegt, da ich in einem Reifen den einen verloren hatte. Aber auch dieses Missgeschick änderte nichts an der Tatsache, dass dieser Lauf wiedermal verdammt viel Spaß gemacht hat. Und das am Ende sogar eine Zeit von unter 1:30 Stunde erreicht wurde, rundet das Gesamt-Erlebnis/ -Ergebnis erst noch ab.

        

              

Meine offizielle Zeit am Ende war 1:27:52 h.
Damit erreichte ich den 56. Platz von 138 Teilnehmern. In der M35 bedeudet dies Platz 12 von 18.

Nächstes Jahr geht es dann wieder von Höhr-Grenzhausen nach Ransbach-Baumbach. Und dann bin ich (hoffentlich) wieder dabei.
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