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münz extrem 2013

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Kannenbäckerlauf 2013

Nachdem ich im letzten Jahr aus gesundheitlichen Gründen am Lauf nicht teilnehmen konnte, stand dieses Jahr für mich der zweite Start bei diesem extrem-Hindernislauf auf dem Programm. Der Lauf ging zwar grösstenteils über die selbe Strecke wie vor zwei Jahren, aber durch einige entscheidende Änderungen kann man beide Strecken nicht mehr miteinander vergleichen. Start der Strecke war in diesem Jahr in Höhr-Grenzhausen und Ziel in Ransbach-Baumbach. Insgesamt sollten laut Plan auf 15 Kilometern 14 Hindernisse überwunden werden. Das es am Ende doch nur 13 Hindernisse waren, war leider dem Wetter geschuldet.
Zusammen mit meinen Kollegen Ralph, mit dem ich dieses Jahr schon gemeinsam am Fraport-Lauf, am Mörfelden Triathlon und dem Kölner Sportschecklauf teilgenommen hatte, gingen wir als Team unter dem Namen "Region Westerwald" an dem Start. Aufgrund der Erfahrungen aus 2011, wo nach aufgrund der geografischen Gegebenheiten nach der Hälfte der Strecke ein heftiger Einbruch kam, war das Hauptziel des Laufes durchlaufen. Und sollte dies gelingen, dann ist bestimmt auch eine gute Zeit drin. Vorteil gegenüber 2011 war das Wetter. Anstatt heißen 30°C warteten an diesen Sonntagnachmittag (08.09.13) verregnete 14°C auf die Läufer. Und der Regen sorgte dafür, dass der Veranstalter schon vor dem Start das 2. Hindernis, die Hüpfburg, aufgrund von Verletungsgefahr aus dem Programm nahm.
Im 10 Sekundenabstand wurden immer vier Läufer/innen auf die Strecke geschickt. Ca. 10 Minuten nach dem offiziellen Startschuß gingen es auch für uns los. Wir hatten uns mit Absicht mehr am Ende des Läuferfeldes aufgestellt, in der Hoffnung auf der Strecke so mehr zu überholen als ständig überholt zu werden, da die schnelleren Läufer/innen und Teams diesmal als erstes auf die Strecke geschickt wurden. So sollten Staus und Wartezeiten an den Hindernissen und Engstellen vermieden werden, was leider einmal nicht so geklappt hat.
Zum Lauf selber:
Bereits nach wenigen Metern das erste Hindernis. Nachdem die Reife(n)prüfung überwunden war, wurde erstmals Höhenmeter gemacht. Nach mehreren Treppen konnte nun erstmal gelaufen werden. Da Hindernis zwei die Westerweller Welle, eine Hüpfburg, aufgrund von Regen gesperrt wurde, kam es beim direkt anschliessenden Hindernis drei, einem Heuballenhindernis, zu einen Stau. Fast 5 Minuten benötigten wir, bis wir das Hindernis überwunden hatten, und endlich wieder Laufen konnten. Hindernis 4 ein Palettenberg sowie die Hindernisse 5 (Durchs Keramikmuseum) und 6 (Bei Rastal geht rund) waren bis Kilometer 3 geschafft und ab da ging es erstmal hinein ins Brexbachtal.

       

Nach einem längeren Teilstück bergab, kam die erste große Bewährungsprobe für Hauptziel Durchlaufen. Einen Serpentienenweg zu einem Aussichtspunkt namens Kaiserstuhl galt es zu bewältigen. Nicht nur der steile Anstieg, das Markenzeichen des Hindernisses Nr. 7 namens "Erstürme die Burg", machte hier Probleme sondern auch der schmale Weg, welcher ein Überholen unmöglich machte. Zum Glück liessen diejenigen welche hier Gehen mussten die noch Laufen konnten anstandslos vorbei. Oben mussten wir erstmal kräftig durchschnaufen und kurz einen Gang zurückschalten, aber wir hatten diesen ersten steilen Anstieg ohne Gehpause geschafft. Die "Westerwalder Wand" eine Holzwand war dann unterhalb der Burg Grenzau das Hindernis Nr. 8. Als nächstes wurde es nass. Den Raubritterpfad Richtung Bahnhof Grenzau folgend, machte die Strecke einen kleinen Schlenker durch den Brexbach, über eine Wiese und noch einmal durch den Bach (Hindernis 9). Nur mit Hilfe von Seilen und DLRG kam man den steilen, nassen und nun glitschigen Weg aus den Wasser wieder hinaus. Danach war kein Schuh und keine Socke mehr trocken. Das Laufen war jetzt erstmal richtig unangenehm, da der Fuß im Schuh keinen richtigen Halt mehr hatte. Kurz darauf war die Hälfte geschafft.

     

Zwischen Kilometer 8 und 9 der nächste steile Anstieg. Zwar nicht so lang wie zuvor hoch zum Kaiserstuhl diesmal aber mit Treppenstufen gespickt. Hier beim Kammerforster Steig hatte ich 2011 meinen großen Einbruch, nach dem gar nichts mehr ging. Damals ging ich aber auch schon kaputt in den Berg. Diesmal füllte ich mich deutlich besser, obwohl die Beine sich doch schon bemerkbar machen. Aber auch hier wurde unser Ziel geschafft. Ohne stehenzubleiben und zu gehen wurde auch dieser "Gipfel" erreicht und danach ging es erstmal wieder ein ganzes Stück bergab. Der nächste und auch letzte große Anstieg begann kurz nach Kilometer 10. Die Stadt Hilgert wurde einmal durchquert und oben angekommen wartete das nächste Hindernis. Zuerst wieder über Heuberge und anschließend einmal unter einem umgekippten Fußballtor hindurch durchgekrochen. Danach war Kilometer 11 geschafft und ab jetzt ging es fast nur noch bergab. Da die restlichen Hindernisse auf den letzten 500 Meter waren und es wie gesagt größtenteils abwärts ging, konnte man es ab jetzt laufen lassen. Doch dann kam etwas, was ich schon seit einer Ewigkeiten in dieser Heftigkeit nicht mehr gehabt habe. Von jetzt auf gleich ohne Vorankündigung schmerzte mein Knie, als ob mir jemand mit einem spitzen Gegenstand reinstechen würde. Da wir gerade Kilometer 13 geschafft hatten, hieß es ab jetzt auf die Zähne beissen. Und ohne das Tempo drastisch zu reduzieren kämpfte ich mich in den Zielbereich, wo auf den letzten 500 Metern neben vielen Zuschauern die letzten 4 Hindernisse warteten. Zuerst ging es wieder über die Galerie des Ruhms, die Aussentreppen und der Verbindungen eines Gebäudes wurde erlaufen. Danach folgte noch ein Kriechtunnel um anschließend die jetzt wieder trockenen Schuhe im künstlichen Pool nocheinmal gründlich zu reinigen. Zum Abschluss ging es nochmal über Reifenstabel bevor kurz darauf das Ziel erreicht war.

        

1:33:17,21h war meine Zeit und wir erreichten als Team den 15. Platz von 30 Männerteams. Mit dieser Zeit war ich schneller als vor 2 Jahren, obwohl wie schon geschrieben man diese beiden Strecken nicht vergleichen kann. Und ohne die Warteschlange vor Hindernis 3 wäre eine Zeit von unter 1:30 h vielleicht auch drin gewesen. Aber das kann ich ja auch im nächsten Jahr angehen, wenn es dann wieder anders herum geht: von Ransbach-Baumbach nach Höhr-Grenzhausen.

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