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münz extrem 2011

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münz extrem Kannenbäckerlauf

Diesen Lauf hatte ich schon recht früh im Blick. Zum ersten Male sollte ein 15,4 km langer Hindernislauf durch das Kannenbäcker-(Töpfer)Land mit Ziel in Ransbach-Baumbach stattfinden. Einziges Problem war der Termin, den der Veranstaltungstag 03. September wäre nur eine Woche nach der Kurzdistanz in Zülpich gewesen. Da ich dort aber nur beim Sprinttriathlon gestartet und gesundheitlich wieder genesen war, stand einem Start nichts mehr im Wege. Und so meldete ich mich noch kurzfristig an und sollte es nicht bereuen.

Überwinde den Limes - 15,4 Kilometer die euch alles abverlangen werden - 14 Hindernisse auf 15 Kilometern über Stock und Stein

    
Das waren die Schlagworte unter denen dieser Lauf stand und man war gespannt auf die Hinternisse, welche so liebevoll beschrieben wurden wie "...ein Hindernis, das euch die Kraft aus den Knochen ziehen wird ...", oder "Freut euch auf schier endlose Stufen den Kammerforster Steig hinauf". Es klang jedenfalls alles sehr interessant, was der Veranstalter da angekündigt hatte. Bedenken hatte ich nicht wegen der angekündigten Hindernisse, die Streckenlänge machte mir etwas sorgen, denn mehr als 12 Kilometer am Stück bin ich die letzten beiden Jahre nicht mehr gelaufen. Also auch noch ein Kniehärtetest.
Durch Pendelbusse wurden die Läufer aus dem Zielbereich zum Start nach Hillscheid verbracht. Hier am Limesturm erfolgte dann um 14:00 Uhr der Startschuss und das sommerlichen Temperaturen bei über 30°C. Gestartet wurde übrigens in Einzelstarts aller 15 Sekunden und immer zu zweit (also entweder 2 Einzelläufer oder ein Team). Die Startblocks waren folgendermassen eingeteilt wurden. Im ersten Block Läufer mit einer Kilometerzeit über 6 Minuten. Im 2. Block zwischen 5 und 6 Minuten und im 3. Block unter 5 Minuten pro Kilometer. Dadurch wurde der Lauf zuschauerfreundlicher gemacht, da eigentlich nie grosse Lücken zwischen den Läufern entstanden. Ich selbst hatte mich in den ersten Block eintragen lassen und stand am Start recht weit vorne im langen Lindwurm. Ca. 4 Minuten nach dem offiziellen Startschuss war ging es auch für mich los. Bereits nach ca. 200 Meter war das erste Hindernis zu überwinden. Vorbei an als römische Legionäre verkleidete Männer ging es über eine(n) Holzwall/Holzwand. Danach konnte erstmal etwas gelaufen werde. Zuerst ging es erstmal bergab, aber das täuschte, denn am Ende sollten neben unzähligen Treppenstufen auch 150 Höhenmeter zurückgelegt werden. Und schon der erste Berg hatte es in sich, denn hier mussten die ersten schon gehen. Bis zum 2. Hindernis ging es noch ein wenig bergauf und bergab, über Waldwege und Straßen sowie über den ein oder anderen umgestürzten Baum. In Stadtteil Höhr war es dann soweit: Aus Paletten hatte man eine grosse Treppe gebaut, welche es zu überwinden galt. Zu meiner Überraschung wurde mir mitgeteilt, dass ich als erster über das Hindernis ging. Mir war schon bewusst, dass ich mit dem Gesamtsieg nichts zu tun haben werde, da die starken Läufer noch kommen würden, aber als erster im Ziel, dass wäre schon was. Und so machte ich den Fehler mein Tempo etwas zu erhöhen. Erstmal ging es wieder Treppen bergauf, dann weiter Richtung Stadtteil Grenzhausen wo die nächsten Hindernisse warteten. Nachdem es wiedermal Treppen zu überwinden gab, wartete das Hindernis, was einem die Kraft aus dem Knochen zog: eine ca. 30 Meter lange Hüpfburg mit kleiner Kletterwand. Dafür hieß es auch noch die Schuhe aus. Gleich im Anschluss ein Heuhindernis. Als 5. wartete das Keramikmuseum, welches durchquert werden musste. Und zwar unten rein und oben wieder raus. Natürlich wieder Treppen. Gleich im Anschluss wurde ein Zaun überwunden und dann hieß es "Glas bearbeiten". Mit viel Treffsicherheit musste man über Gläser balancieren. Und nur der der ohne Bodenberührung am Ende der ca.10 Meter langen Bahn ankam, durfte weiter. Und das war nun kein Zuckerschlecken mehr. Die Hitze besonders auf den schattenlosen Abschnitten setzte mir ganz schön zu.
Kurz nach dem Stadtteil Grenzau erwischte es mich zum ersten Mal. Der jetzt zu laufende Berg war zu hart für mich und ich musste das erste Mal gehen. Das 7. geplante Hindernis, ca. 100 m über Bahngleise viel leider aus. Und dann kam der Kammerforster Steig. Und ab hier ging gar nichts mehr. Ab jetzt wurde mehr gegangen als gelaufen. Jede wirklich jede Steigung wurde gegangen. Ich war nur noch fertig und immer noch waren mehr als 5 Kilometer zurückzulegen. Was mich wunderte, dass trotz meiner Gehpausen nur ganz wenige an mir vorbei zogen. Den Anstieg Kammerforster Steig erreichte ich als Vierter und das 9. Hindernis einem Berg aus Strohballen als Siebter. Und als Zehnter ging ich auf die letzten 750 Meter, auf denen nochmal 5 Hinternisse zu überwinden waren. Als erstes ging es über die "Galerie des Ruhms" über die Feuerleiter ein Gebäude hoch, auf einer Verbindung zum anderen Ende des Gebäudes und die dortige Wendeltreppe wieder runter. Im Anschluss ging durch einen 15 Meter langen knietiefen Wassergraben. Gleich darauf ging es durch einen Transporter, hinten rein und an der Seite wieder raus. Nach nur wenigen Metern hieß es robben. Ein mit weniger als 1 Meter Höhe messendes Grabenhindernis musste auf 15 Metern unterwunden werden. Und dann ging es als letztes über einen Reifenstabel. Erst in der Länge und dann in die Höhe. So viele Hindernisse auf so kurzer Strecke war nochmal hart für uns Läufer, aber schön für die vielen Zuschauer die hier auf die Läufer warteten.

Nach 1:42:28 h erreichte ich das Ziel. Das bedeutete am Ende Platz 28 von 86 Einzelfinisher. Weitere 4 Teams von 42 hatten eine bessere Endzeit als ich.

Am Ende muss ich sagen es hat Spaß gemacht und das trotz der Gehpausen und der tropischen Temperaturen. War mal was anderes und für sowas bin ich immer zu haben. Und so werde ich auch im nächsten Jahr wieder dabei sein, wenn es dann zum zweiten mal heißt ...

... Überwinde den Limes.


P.S.: Gewonnen hat übrigens der Läufer welcher als letztes auf die Strecke ging. Er benötigte ca. 1:14 h für die Strecke und war damit fast 10 Minuten schneller als der Zweite.














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