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Mülheim-Kärlich Tauris-Triathlon 2015

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Bericht vom Tauris-Triathlon 2015

Am Sonntag den 10.05.2015 ging es nach fast 2 Jahren wieder mal bei einem Triathlon an den Start. Und herhalten dafür musste mal wieder der Frühjahrsklassiker aus Rheinland-Pfalz. Ich freute mich riesig auf den Wettkampf, bei dem ich schon 2011 und 2013 teilgenommen hatte. Er sollte der erste Schritt zum großen Wettkampf 2015 werden, meine erste olympische Distanz. Doch es kommt wiedermal alles anders. Nicht nur das sich meine Radkilometer in Grenzen halten, Rennradtraining wurde noch gar nicht durchgeführt, ebenso kein Wechseltraining. Doch es kam noch härter. Was sich in den letzten Tagen schon angedeutet hatte, kam am Morgen des Wettkampfes voll zur Geltung: eine Erkältung. Mit leichten Halsschmerzen, Husten und Schnupfen stand ich auf. Jetzt die große Frage: Vernünftig sein oder an der großen Planung festhalten, denn die olympische Distanz von Frankfurt im August soll auf meinen 150. Wettkampf fallen. Ich entschied mich für zweiteres. Unvernünftig zwar, aber man kann es ja langsam angehen lassen.
Beim Radeinchecken wurden ich vom Wettkampfrichter unfreiwillig auf meine fehlenden Radkilometer aufmerksam gemacht. Mit einem herzhaften Lachen machte er mich aufmerksam, dass ich doch wenigstens das Rad von den Spinnenweben befreien hätte können. Na gut, das Rad hatte im vergangenen Jahr nur im Keller gestanden und erst kurz vor dem Start wurde es hervorgeholt. Und das die Spinnenweben da das kleinste Problem sind, kann man sich ja bestimmt denken. Dazu aber mehr von der Radstrecke.

Ich hatte diesmal Glück und startete in der ersten Gruppe. Startzeit war 09:30 Uhr. Also keine langen Wartezeiten vor dem Start. Bei der Absprache zur Startreihenfolge wurden mir gleich Grenzen aufgezeigt. Vier von 6 Schwimmern gaben als Schwimmzeit unter 9 Minuten an. Ich stabelte mit 11-12 Minuten auch aufgrund meiner Erkältung tief. Zum Schluss war noch ein Schwimmer, welcher 14 Minuten angab. Nach ganau der Hälfte der Strecke wurde ich vom ersten Schwimmer überholt. Aber ich hielt mich gut. Die anderen drei zogen erst an auf ihrer letzten Bahn an mir vorbei. Ich selber hatte den sechsten Schwimmer einmal überrundet und hatte ihn auf der letzten Bahn wieder vor mir. Nach dem Verlassen des Beckens ein kurzer Blick auf meine Uhr: 09:53 min. Nicht schlecht. Hätte ich beim besten Willen nicht erwartet. Nach 10:09 min ging es über die Zeitmatte.

Nun ging es aufs Rad. Es ist ja hinreichend bekannt, dass Radfahren nicht meine Disziplin ist. Aber sie gehört nun mal zum Triathlon dazu. Es gab eine neue Wendepunktradstrecke, welche 3 mal zu durchfahren war. Insgesamt standen 20 Kilometer auf dem Programm. Die relativ flache Strecke hatte pro Runde 4 kleinere Anstiege. Und damit kommen wir wieder zu den Spinnweben. Wenn ich vorher schon mal gefahren wäre, wäre mir aufgefallen, dass die hintere Schaltung hing. Ich konnte damit nicht runterschalten. Sie hing auf den zweitkleinsten Ritzel. Ich hatte also nur zwei richtige Gänge zum Fahren. Auf gerader Strecke vorne groß und bei Anstiegen den viel zu leichten mit vorne Mitte. Aber daran und auch an der Erkältung hat es nicht gelegen, dass ich mit 0:45:46 min die neuntschlechstete!!! Zeit hatte. Wie immer ist fehlendes Training der Hauptgrund. Da wartet noch einige Trainingsarbeit auf mich, wenn die olympische Distanz nicht nur gequält gefinisht werden soll. Gelaufen ist auf der Radstrecke eigentlich nur eins: meine Nase.  

Ebenfalls neu in diesem Jahr war die Laufstrecke, eine Runde welche zweimal zu durchlaufen war. Das gute an so einer Strecke ist, dass man immer jemanen vor sich hat, zu den man auflaufen kann. Und gerade dies har mir hier sehr geholfen. Nach dem obligatorischen Geeiere auf den ersten 100 Metern kam ich in einen lockeren Tritt. Schon überrascht war ich von der ersten Kilometerzeit. Mit 04:53 war ich etwas schneller als der anvisierte 5 Minuten-Schnitt. Und auf den Kilometern 2, 3 und 4 konnte ich mich mit Zeiten von 4:44 min, 4:41 min und 4:37 min sogar noch steigern. Den Vogel schoss dann Kilomter 5 ab. Bedingt durch zwei bergab Passagen und etwas Jagdtrieb (die zwei vor mir wollte ich unbedingt noch bekommen), legte ich eine zu diesen Zeitpunkt nie für möglich gehaltene 4:12 min-Zeit hin. Mit der Laufzeit von 23:09 min konnte ich ganz und gar zufrieden sein.

Am Ende stand eine Zielzeit von 1:19:04 h. In Anbetracht der Umstände mit der Erkältung eine gute Zeit, welche ich vor dem Start nicht erwartet hatte.
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