Mörsbachman 2011 Triathlon - www.planet-coolrunners.de

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Mörsbachman 2011 Triathlon

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Mörsbachman 2011

Zum zweiten Mal in diesem Jahr machte ich mich auf den Weg in den Hohen Westerwald, um an einem Triathlon-Wettkampf teilzunehmen. Diesmal, am 13.08.2011, hieß das Ziel Freibad Dickendorf, wo der Start war. Leicht gehandicapt war ich durch einen Stuhl-Unfall, welcher mir am Morgen auf den Fuß fiel und Schmerzen im Spann verursachte. Aber auch durch dieses Missgeschick und durch das Wetter, was je näher man dem Startort kam schlechter und kälter wurde, ließ ich mir die Freude an dem Wettkampf nicht nehmen.

Ungewöhnlicher Schwimmstart

Pünktlich um 10:30 Uhr ging der Wettkampf los. In Einzelzeitfahrermarnier startete jeder einzeln und zwar im Abstand von 20 Sekunden. Dabei wurden 6 Bahnen mit je 25 Metern geschwommen und es ging einmal komplett durchs ganze Becken. Einzigster Nachteil von dieser interessanten Startvariante war, dass kein Einschwimmen möglich war. Mit der Startnummer 76 begann der Wettkampf für mich gegen 10:55 Uhr. Kurz vor meinen Sprung ins 20°C kalte Wasser, begann es auch noch zu regnen. Die Außentemperatur war in der Zwischenzeit auf ca. 13°C gefallen. Aufgrund der Kürze der Schwimmstrecke, 250 m, entschied ich mich ohne Neopren zu schwimmen. Und da kein Einschwimmen drin war, versuchte ich auch gar nicht zu kraulen. Zum Glück hatte ich vor und hinter mir keine so guten Schwimmer. Die Starter vor mir konnte ich nach und nach ein- und überholen und hatte so immer wieder gute Zwischenziele. Und von hinten kam keiner der zuviel Druck aufbaute. So verliess ich nach einer guten Zeit von 04:41 min das Becken.

Auf und Ab im Westerwald

Auf der Anreise habe ich schon gesehen, was uns heute auf der Radstrecke erwarten wird. Berge. Und so ging es mit viel auf und ab der dritten Disziplin entgegen. Bis zur Wechselzone an der Grillhütte in Mörsbach galt es aber auch noch den widrigen Wetter zu trotzen, denn der Regen gab alles. Aber auch ich gab alles und dabei half auch hier die ungewöhnliche Startvariante. Mehrere Frühanmelder und somit Vormirstarter waren auch nicht die besten Radfahrer oder waren auf Mountainbikes unterwegs und so gelang mir etwas ungewöhnliches. Ich konnte auf der Radstrecke mal jemanden überholen. Interessant war ein kleines Privatduell, was ich mir auf den letzten ca. 10 Kilometern mit einem anderen Teilnehmer lieferte. Bergauf überholte ich ihn, aber sobald es bergab ging, fuhr er wieder an mir vorbei. So kitzelten wir beide ein paar Sekunden raus. Nach 22 Kilometern und einer Fahrzeit von 53:27 min ging es auf die Laufstecke.

Erst ab Kilometer 3 lief es, aber auch nur kurz

6 Kilometer waren zum Schluss zurückzulegen und die hatten es in sich. Über Feld- und Waldwege führte die crossähnliche Strecke und auch hier hatte man an auf und abs nicht gespart. Ich merkte deutlich, dass ich auf dem Rad an meine Grenzen gegangen bin und so brauchte ich auch viel länger als sonst, bis ich endlich rund lief, wie es so schön heißt. Nach 5:22 und 5:33 min für die ersten beiden Kilometer lief ich den 3. Kilometer in 4:36 min. Ok, bei diesem ging es auch ein längeres Teilstück bergab, aber was danach geschah, passierte mir schon lange nicht mehr bei einem Wettkampf. 5:29 min für Kilometer 4 klingt ja nicht schlecht, aber an einem längeren Anstieg versagten mir die Beine und ich musste stehen bleiben. Und wenn der Mann mit dem Hammer schon mal da ist, und dass war er definitiv, dann passiert das auch noch mehrmals. Nach mehreren Gehpassagen und Kilometerzeiten von 5:42 min und 5:26 min erreichte ich total erschöpft das Ziel. Insgesamt benötigte ich für die 6 Laufkilometer, ich darf das sagen, indiskutable 32:10 min.

Keine gelungene Generalprobe für meine olympische Distanzpremiere in 14 Tagen also. Mit einer Gesamtzeit von 1:30:48 h erreichte ich Platz 201 von 362 Startern. In meiner Altersklasse M 30 erreichte ich Platz 41 von 71 Teilnehmern. Gründe für den Einbruch gibt es einige. Zum ersten klar das Wetter. Erst der Regen und der Wind und dann kam während meiner Laufstrecke die Sonne raus. Gut für die Spätstarter, in dem Fall schlecht für mich, denn das begünstigte auch den zweiten Grund. Essen. Und das hatte ich vor dem Wettkampf irgendwie vergessen. Getrunken hatte ich, aber wie kommte ich die Verpflegung vor und während des Wettkampfes vernachlässigen. Ja und drittens ganz klar meine Trainingsarbeit, welche leider beruflich und privat nur so eingeschränkt möglich ist. Letztes Schwimmtraining Anfang Juli und Trainingskilometer auf dem Heimtrainer vor dem Fernseher mehr so als Alibitraining. Und ein Lauftraining ohne viel Intervall. Klar kommt man damit auch ins Ziel nur muss ich mich fragen, ob ich dafür meine Ziele, gute Zeiten und Platzierungen, nicht etwas zu hoch stecke. Jetzt hab ich noch 14 Tage Zeit quantitativ zu trainieren, dass heißt Kilometer schruppen, um bei meiner Kurztriathlonpremiere mein Ziel und das heißt das Ziel zu erreichen.
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