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Mörfelden-Walldorf Möwathlon 2013

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Möwathlon 2013

Vor den Toren von Frankfurt/Main, unweit vom Ironmanstartort Langener Waldsee, in Mörfelden-Walldorf wurde 2013 zum fünften Male ein Sprint-Triathlon ausgetragen, welcher selbst von sich Werbung macht ein schneller Triathlon zu sein und ideal wäre für Anfänger. Da ich ja jeden Tag zum nahe gelegenen Flughafen fahre, war mir der Weg für einen Sprinttriathlon eigentlich zu weit, da aber zwei meiner Arbeitskollegen mal Triathlonluft schnuppern wollten, bereitete ich beide in meiner Funktion als Sportübungsleiter darauf vor und da ich das Ergebnis der harten Arbeit sehen wollte, meldete ich mich ebenfalls für die Veranstaltung an. Und so machte ich mich am Sonntag, den 21. Juli morgens um 06:30 Uhr auf den Weg Richtung Frankfurt. Die Startunterlagen hatten meine Kollegen zum Glück schon am Vortag abgeholt, denn sonst hätte ich noch viel früher losfahren müssen.
10:10 Uhr war Start der ersten Gruppe, unsere Gruppe startete 10 Minuten später. Da man die Autos in der Nähe des Ziels (Stadion Mörfelden) parken konnte und man aber noch zum Start am Badesee Walldorf musste, konnte man sich auf den ca. 5 Kilometer schön warmmachen. Aber musste man sich überhaupt warmmachen? Schon gegen 10:00 Uhr brannte die Sonne und das Thermometer zeigte schon fast 30°C an. Gestartet wurde als Landstart und man merkte gleich, dass viel Triathlon begeistertes Frankfurter Publikum den Weg an den See und später an die Strecke gefunden hatte. Riesenstimmung als die erste Startgruppe ins Wasser ging und Gänsehautfeeling als der erste Schwimmer aus dem Wasser stieg, so branntete der Beifall aus. Da freuten wir uns schon auf den Ausstieg nach 500 Metern schwimmen, und es sei vorher gegriffen auch bei uns war der Beifall noch genauso stark.

Ich hatte mir für das Schwimmen 2 Ziele gesetzt: Zum ersten wollte ich solange wie möglich durchkraulen (gibt ja leider zwischendurch keine Möglichkeit sich mal auszuruhen und abzustoßen) und zum zweiten wollte ich unter 12 Minuten bleiben (Neopren war nicht erlaubt). Geschafft habe ich leider nur eins der beiden Ziele. Nach offiziellen 10:28 Minuten beendete ich die erste Disziplin. Vorher aber wurde im Wasser um sich getreten und geschlagen. Beim Start ja noch normal, sowie bei der Wendeboje aber auch zwischendrin bekam man die eine oder andere Berührung zu spüren. Meist unbeabsichtich, manchmal aber auch mit voller Absicht. So bekam ich auf dem Rückweg zum Strand auf einmal eine Hand ins Gesicht und als ich schaute was los war, folgte eine Faust von oben auf den Kopf. Total perplex über so eine Reaktion war ich kurz aus dem Schwimmrhythmus aber was sollte ich mich länger mit so einen Idioten beschäftigen, nur weil man mal zu dicht aufschwimmt - wenn das normal ist käme man ja vor lauter um sich schlagen nicht mehr zum Schwimmen. (Wer es übrigends war, davon habe ich keine Ahnung. Er oder sie verschwand im Gewühl der blauen Badekappen.) Das war dann das zweite Mal, dass ich auf den Bruststil wechseln musste. Rund um die Wendeboje war es einfacher gewesen kurzzeitig den Schwimmstil zu wechseln. Ziel zwar nicht ganz erreicht, aber dennoch bin ich zufrieden, dass ich mehr als 80% der Schwimmstrecke kraulend zurückgelegt habe.

Auf der sehr flachen Radstrecke konnte man eine gute Zeit herausfahren. Zwei kleinere Anstiege waren zu bewältigen, ansonsten wurde man nur durch die vielen Kreisel gebremst, oder von Autofahrern welche es gut meinten und dann doch zu langsam fuhren  dass man fast auffuhr. An der Strecke standen vereinzelt Zuschauer und machten richtig Stimmung. Die Strecke ging zuerst vom Badesee auf einer Bundesstraße Richtung Mörfelden, dann durch Mörfelden vorbei am Ziel zurück Richtung Walldorf. Nach der Durchfahrung von Walldorf vorbei am Badesee um zum zweitenmal die etwa 5 Kilometer zum Stadion zurückzulegen. Insgesamt war man 20 Kilometer auf dem Rad unterwegs und ich war mit meiner Zeit schon zufrieden. Denn dadurch, dass beide Wechselzonen sehr groß waren, war die offizielle Zeit von 40:14 min circa 4 länger als die selbstgestoppte reine Fahrzeit. Dennoch liegt hier bei regelmässigen Radtraining das grösste Verbesserungspotenzial. Zumindestens würde mich dann auf den letzten Metern keiner mehr mit einem Mountainbike stehen lassen.

Blick auf Uhr. Zwischenzeit vor der letzten Disziplin unter 51 Minuten. Unter 24 Minuten bleiben und es würde eine neue Bestzeit auf der Sprintdistanz geben. Auf der flachen Strecke bestimmt machbar, aber bei dem Wetter auch umsetzbar? Gelaufen wurde eine 5 Kilometer Wendepunktstrecke, welche durch ein Waldgebiet führte. Die Bäume verhinderten zwar, dass die Sonne nicht mehr durchgehend auf einen brannte, machten die Strecke aber ein wenig stickig. Während ich den ersten Kilometer in 4:19 Minuten zurücklegte, benötigte ich für den zweiten 4:37 Minuten. Der dritte war nach 4:41 Minuten geschafft und damit auch das kleine Zwischentief. Auf den Weg Richtung Ziel konnte ich mich wieder etwas fangen und mit Kilometerzeiten von 4:29 und 4:37 Minuten (alle Zwischenzeiten selbst gestoppt!) lief ich über die Ziellinie. Eine Schlussbeschleunigung war heute nicht mehr drin. Die gesamte offizielle Laufzeit war 22:51 Minuten und die Gesamtzeit betrug 1:13:31 Uhr. Geschafft. Zum zweiten Male in diesem Jahr konnte ich meine Bestzeit auf der Sprintdistanz verbessern.

Nach kurzer Erholung war ich dann schon wieder auf der Laufstrecke. Ich lief Arbeitskollegin 2 entgegen, um sie auf den letzten Kilometer Richtung Ziel zu begleiten. Auslaufen mal anders. Sie beendete den Wettkampf in 1:33:53h, Arbeitskollege 1 finishte gar in 1:16:54h. Er war sogar vor mir aus dem Wasser, als ehemaliger Leistungsschwimmer auch kein Wunder. Und auch er war auf dem Mountainbike nicht viel langsamer unterwegs als ich. Und was bedeutet das für mich: Natürlich Radkilometer im Training machen. Aber das sage ich ja jedesmal und werde es auch in 4 Wochen wieder feststellen. Denn wahrscheinlich werde ich aus Mangel an Zeit wieder mit 0 Trainingskilometer an den Start gehen.
Trotz der langen Anreise wird der Möwathlon wahrscheinlich auch nächstes Jahr wieder auf der Wettkampfliste stehen. Denn weitere Kollegen, welche unter den Zuschauern uns anfeuerten, mitfieberten und Bilder machten, liessen sich vom Triathlonfieber anstecken und wollen dann 2014 hier auch mal starten.

Noch für die Statistiker:
Gesamtplatz 148 von 462 Finishern. In der M35 Platz 26 von 62.

P.S.: Kleine Anektode noch am Rande: Vor dem Start schaute ich in ein Gesicht, welches auch mich fragend ansah. Uns beiden war klar, wir kennen uns von irgendwo her. Aber woher. Fast zeitgleich viel dann der Groschen: Nordseelauf 2004 und 2005. So klein ist die Welt.
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