Merzig City Triathlon 2015 - www.planet-coolrunners.de

www.planet-coolrunners.de
www.planet-coolrunners.de
Direkt zum Seiteninhalt

Merzig City Triathlon 2015

ARCHIV/ PRESSE/ LINKS
2. RTV-Liga
Dreifach-Premiere beim 1. City Triathlon Merzig

Vier Tage nach dem Frankfurt City Triathlon erreichte mich mittels Rundmail meines Vereins RSG Montabaur die Bitte, mal zu prüfen wer am 15.08.2015 in Merzig starten könnte, da aufgrund von Verletzungen und Ferienzeit die Ligamannschaften sehr ausgedünnt wären. Nach kurzer Rücksprache mit der Familie erklärte ich mich bereit an dem Wettkampf zu starten, denn außer das der Tag mein erster Urlaubstag sein soll stand nichts im Kalender. Nach einigen hin und her wegen meines Startpasses  wurde ich nachgemeldet und ich konnte mich erstmals genauer mit dem Wettkampf beschäftigen. Und wie es sich nun herausstellte, durfte ich an diesem Tag wieder mal eine Premiere feiern. Obwohl es waren sogar drei persönliche Premieren (1. Ligastart; 1. Wettkampf im Saarland & 1. Triathlon mit Flussschwimmen) bei dieser Premierenveranstaltung des City Triathlons in Merzig.

Nach einer endlos langen Anreise ins Saarland konnte der Wettkampf beginnen. Wie bereits in Frankfurt gab es hier verschiedene Strecken. Zuerst starteten auf der Sprintdistanz die Masters- & Damenliga-Mannschaften mit den freien Startern. Im Anschluß starteten die 1. und 2. RTV-Liga, also auch mein Wettkampf. Die Veranstaltung rundeten die Jedermänner und die Staffeln sowie am Schluß die Starter der olympischen Distanz ab.
Nach der Hitzewelle der letzen 2 Wochen hatte es sich merklich abgekühlt. Auf der Anreise gab es auch den ein oder anderen Regenschauer, der nichts Gutes erahnen liess, aber soviel sei schon mal erwähnt, zumindestens während der Sprintwettkämpfe blieb es trocken.

10:40 Uhr war es auch für mich soweit. Nach der obligatorischen Wettkampfbesprechung durften wir auch ins etwa 23° kühle Wasser. Nach kurzem Kälteschock, Neo war nicht erlaubt, begab ich mich zur gedachten Startlinie und 5 Minuten später ging es auch schon los. Ich hatte mich wieder im hinteren Teil des Feldes eingeordnet, sodass ich genügend Platz zum Schwimmen hatte. Zuerst ging es in der Saar ca. 375 Meter gegen den Strom. Die Spitzenschwimmen waren schnell nicht mehr zu sehen, was ich aber wahrnahm war, dass ich nicht das Schlußlicht des Schwimmens bildete. Kleines personliches Zwischenziel war wie immer, solange wie möglich durchzukraulen. Ich hatte beim Frankfurt City Triathlon zwar gesehen, dass ich mit Brust sogar schneller unterwegs bin als kraulend, aber irgendwann sollte es doch mal wieder klappen einen Freiwasserwettkampf komplett zu kraulen. Zumindestens bis zur Wendeboje gelang es mir schonmal, und nun mit der Strömung sollte der Rückweg doch auch kein Problem sein. Bevor ich lange drumherum schreibe, es gelang mir bis zum Schwimmziel zu kraulen. Die Zeit von 20:26 Minuten war natürlich nicht besonders, aber dennoch bin ich zufrieden. Im Nachhinein, wenn ich auf die letzten Wettkämpfe zurückblicke, muss ich sagen, habe ich immer wenn ich beim Schwimmen ins Gewühl gekommen und dadurch zu sehr unter Druck geraten bin, doch schneller zu schwimmen als ich eigentlich kann, das Kraulschwimmen abbrechen müssen. Diesmal fehlte das Gewühl und ich hatte genug Platz mein Tempo zu schwimmen, und deshalb hat es wahrscheinlich mit dem durchschwimmen auch geklappt. Was aber auch fehlte waren die Linien am Boden, sodass natürlich der ein oder andere Meter zusätzlich zurückgelegt wurde.

Vom Ausstieg mussten etwa 300 m bis zur Wechselzone zurückgelegt werden, bevor es auf die 20 Kilometer Radstrecke ging. Dabei handelte es sich um eine Wendepunktstrecke, welche zweimal zu fahren war. Vom Start aus ging es erstmal ca. 2,5 Kilometer in die eine Richtung, nach einer kleinen Zusatzschleife wieder auf die alte Straße, vorbei an Start und Ziel und nach weiteren etwa 2,5 Kilometer zur 2. Wendemarke. Nach der 180° Kehre wieder zurück Richtung Start und Ziel und auf die 2. Runde. Wer fast alleine aus dem Wasser kommt, hat halt nicht viele Begleiter oder Anhaltspunkte zum rankämpfen. Ca. 200 Meter vor mir fuhr ein Radfahrer und nun galt es irgendwie Anschluss zu bekommen. Nach der ersten Wende war ich näher dran, aber noch nicht in Schlagweite. Nun ging es die fast 5 Kilometer lange Gerade zur 2. Wende. Hier hatten wir nun auch mit Gegenwind zu kämpfen. Dennoch gelang es mir kurz vor der Wende den Fahrer, oder wie sich herausstellte eine Starterin aus meiner Mannschaft zu überholen. So wie ich sie mir als Ziel genommen hatte, so tat sie es mir gleich und blieb an mir dran, sodass wir bis zum Ziel noch das eine oder andere Mal die Position tauschten und uns so gegenseitig zogen.
Durch die Wendestrecke sah man nun auch, was von hinten kam. Und nach der 2. Wende sah ich auch die ersten aus meiner Startgruppe. Nun hieß es nochmal mehr reintreten, damit diese mich nicht überrundeten. Und dies gelang mir auch, sodass ich vor ihnen auf meine 2. Runde ging. Dort merkte ich deutlich meine Beine. Beim Training am Dienstag lief es so gut, dass ich meine Laufstrecke immer weiter verläbgerte, bis ich am Ende 21 Kilometer gelaufen bin. Das mir dies noch in den Beinen streckte, bekam ich jetzt und später auf der Laufstrecke deutlich zu spüren, besonders als es das zweitemal gegen den Wind ging. Egal nach 39:36 Minuten war ich in der Wechselzone 2 und ich hatte unser vereinsinternes Privatrennen verloren. Etwa ein Kilometer vor dem Ziel konnte ich den letzten Antritt nicht mehr mitgehen und so kam ich kurz nach ihr zum wechseln.

Ein etwa 1,8 Kilometer langer Rundkurs musste zum Schluß dreimal durchlaufen werden. Zwei kleine Anstiege und viele Kurven prägten das Bild der Strecke. Ich fühlte ich auf der Laufstrecke nicht so gut wie in Frankfurt, obwohl es dort viel wärmer war als heute. Wie schon erwähnt spürte ich meine Beine vom Training deutlich, aber auch so fühlte ich mich einfach nur ausgelaugt. Es gab keine Kilometerbeschilderung sodass ich nicht wusste wie schnell oder langsam ich unterwegs bin. Und viele andere Läufer an die man sich hängen konnte, fand man nicht auf der Strecke. Und wenn man einen hatte, bog er im Zielbereich Richtung Ziel ab und selber ging es wieder alleine in die nächste Runde. Nach 22:13 Minuten war das Laufen für mich geschafft. Am Ende doch noch eine akzeptable Zeit wie ich finde.

Meine Gesamtzeit hier in Merzig war 1:25:38 h. Dies reichte in der Gesamtwertung für den 189. Platz von 232 Startern. In meiner Altersklasse Senieren 1 wurde ich 19. und letzter.
Beim Ligastart wurde ich 42. von 46 Teilnehmern. Da ich meine Vereinskameradin direkt nach dem Laufstart wieder überholen konnte, wurde ich 4. in meiner Mannschaft und wurde für die Liga gewertet. Wenigstens ein kleines positives Ergebnis, denn mit der Gesamtzeit bin ich nicht hundertprozentig zufrieden.

Zurück zum Seiteninhalt