Marburg Nachtmarathon 2003 - www.planet-coolrunners.de

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Marburg Nachtmarathon 2003

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Enttäuschendes Ergebnis in Marburg

Total motiviert machte ich mich am Freitag Nachmittag, 18. Juli 2003, auf den Weg in die Universitätsstadt Marburg a.d.Lahn, um am dortigen Nachtmarathon teilzunehmen, an welchen auch ein Halbmarathon angeboten wurde. Nachdem ich die letzten Wochen echt gut trainiert hatte, war ich sicher die im Marathon-Trainingsplan vorgegebene 92,5 Minuten locker laufen zu können, und vielleicht, so dachte ich insgeheim, kann ich endlich mal unter 1:30 Stunden ins Ziel kommen.

Zum Glück war es nicht mehr so heiss wie in den letzten Tagen, aber dennoch zeigte das Thermometer 28°C als pünktlich um 19:00 Uhr am historischen Rathaus am Marktplatz gestartet wurde. Den ersten Kilometer ging es leicht abwärts, die restlichen Kilometer waren relativ flach entlang des Flusses Lahn. Die ersten fünf Kilometer lief ich ganz locker in zwischen 4:00 und 4:15 min. Ich bemerkte leider zu spät, dass ein kleiner Stein sich in meinen Schuh geschlichen hatte, und als ich ihn kurz vor Kilometer 6 bemerkte war es schon zu spät. Ich hatte mir im Fussbett eine Blase gelaufen. Sie war noch nicht sehr gross, und sehr viel Zeit hatte das Anhalten und das Entfernen des Steines nicht gekostet. Aber die kurze Unterbrechung bewirkte trotzdem etwas anderes. Auf einmal waren meine Oberschenkel total fest und schwer und ich kam nicht mehr auf mein vorher gelaufenes Tempo. So um die 4:45 min konnte ich nur noch laufen und je näher wir der 11 Kilometer - Marke kamen, um so schwerer wurden die Beine. Diese Marke war psyschologisch sehr schlecht, weil es hier wenige Meter am Ziel vorbei ging, und mein Verstand mir sagte, dass es besser wäre hier auszusteigen. Ich entschied mich aber dann doch zu kämpfen und weiterzulaufen. Ein kleiner Fehler, denn die zweite Hälfte wurde zur Qual. Bereits bei Kilometer 13 bereute ich meinen Entschluss, aber aufgeben und umkehren wollte ich irgendwie trotzdem nicht. So wurde ich automatisch langsamer und lief jetzt die Kilometer um die 5:00 min, am Ende sogar 5:15. Die asphaltierten Wege sorgen auch noch dafür, dass ich im unteren Rücken wieder Schmerzen bekam.

Kurz vor dem Ziel ging es an riesigen Wiesen vorbei, wo vermutlich Studenten Grillpartys feierten. Dieser Geruch begleitete uns Läufer bis zum Jahn-Stadion, wo für die HM-Läufer das Ziel war. (Die Marathonis mussten noch zweimal dran vorbei und die 10-Kilometer lange Runde zurücklegen, bis sie über die Ziellinie laufen konnten.) Da es noch hell war, dachte ich mir, dass der Name Nachtmarathon nicht der Richtige wäre, sondern Geruchsmarathon hier doch besser angebracht wäre. Aber zurück zum Lauf: Nach 1:40,33 Stunden erreichte ich das Ziel. Als 102. von 484 Halbmarathon-Finishern kam ich an. In der MHK reichte die Zeit für den 19. Platz.

Mit der Zeit, das ist klar, kann ich nicht zufrieden sein. Vielleicht hat mir doch das Wetter gepaart mit den Trainingsumfang der letzten Wochen ein besseres Ergebnis verhindert. Auch die für die Streckenlänge ungewöhnliche Anreiseart wird ihren Teil dazu beigetragen haben. Im Nachhinein kann ich nur noch mal sagen: Vom Ergebnis her bin ich enttäuscht, aber am Ende war es doch ein schöner Tag mit einer wunderschönen Motorradtour durchs Hessenland.


Die Zwischenzeiten: 5 km - 21:23 min; 10 km - 44:52 min; 15 km - 1:09:24 h; 20 km - 1:35:11 h; 21,1 km - 1:40:33 h (alle Zwischenzeiten selber gestoppt)

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