Leipzig Messepokallauf 2005 - www.planet-coolrunners.de

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Leipzig Messepokallauf 2005

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Wenn man am wenigsten mit rechnet, ....

... kommen die besten Ergebnisse heraus. So auch geschehen am Samstag, den 12.03.2005 in Leipzig. Arbeitsbedingt befand ich mich dieses Wochenende in der Messestadt. Beim Blick in den Volkslaufkalender wurde mir richtig warm ums Herz. Es fand mit dem Messepokal-Lauf ein Wettkampf statt, der zwar nicht richtig in mein Trainingsprogramm passte, aber irgendwie passend gemacht wurde. So wurde der 3 Stunden-Lauf vom Wochenende auf Mittwoch vorverlegt und das Mittwochs Tempotraining auf den Wettkampf verschoben.
In der Nacht auf Samstag überlegte ich mal kurz, ob ich überhaupt laufen sollte. Regen und Schnee bei miesen Temperaturen verwandelten die Strassen in Eisbahnen. Also sagte ich mir, als ich nach der Nachtschicht im Bett lag, wenn ich rechtzeitig wach werde, lauf ich, ansonsten bleibe ich liegen. Nach 2 Stunden war die Nacht dann beendet. Die Lauflust hinderte mich am Schlafen und so machte ich mich gegen 08:30 Uhr Richtung Start. Dort erwartete die Läufer gleich ein grosses Hinweisschild, welches sagte, dass wegen Vereisung der Wettkampftrecke auf eine andere ausgewischen werden muss. Deswegen verschob sich auch der Start um eine halbe Stunde nach hinten.
Als es dann endlich los ging, war es nicht mal eine handvoll Läufer (einen kenne ich) unter den gut 250 Startern, welche bei Minustemperaturen und eisigem Wind in kurzer Bekleidung auf die Strecke gingen. Diese war übrigens eine ca. 1650 m lange Seerunde um den Auensee in Leipzig, welche 6 mal zu laufen war. Lustig waren die Sprüche, welche die Veranstalter nach Tour de France Vorbild auf die Wege gesprüht hatten. So stand da zum Beispiel: "Vorsicht Eis" oder "Hier könnte es glatt sein" oder auch nur "Eis" mit Pfeilen auf die entsprechenden Stellen. Zum Schluss war das Eis aber weg und Schlamm beherrschte den Weg.

Zum Lauf selber: Die erste Runde ging ich motiviert vom Ergebnis aus Frankfurt eindeutig zu schnell an. In der zweiten Runde hatte ich dann eine grössere Gruppe von ca. 8 Läufern gefunden, denen ich mich anschloss. Ich lief am Ende der Gruppe, immer schön im Windschatten. In der Runde 3 und 4 wurde es gefühlsmässig etwas langsamer. Ich hatte vergessen am Start auf die Uhr zu drücken und so lief ich ohne Zeit. In der 5. Runde wurde das Tempo nochmal erhöht, und ich musste mich ganz schön anstrengen, um den Kontakt nicht zu verlieren. Doch als es auf die letzte Runde ging, bekam ich meine zweite Luft und setzte mich leicht von der Gruppe ab. Erst auf den letzten 10 Metern kam mal wieder einer von hinten angesprintet und ließ mich aussehen, als würde ich stehen. Aber egal: Von ihm erfuhr ich jetzt schon meine grobe Zeit und war total erstaunt, als er sagte, er sei 39:13 gelaufen. Das war neue persönliche Bestzeit auf der 10-Kilometerstrecke. Und das bei diesen Bedingungen: Harte Trainings- & Arbeitswoche, Nachtschichten, schlechtes Wetter und mässige Streckenbedingungen. Aber auch dies soll positiv erwähnt werden: Wie schon in Schotten lautet auch hier mein Fazit, dass ich gerne mehrere Runden laufe, da man immer wieder auf andere aufläuft, und so zu mehr inspiriert wird.

P.S.: Meine offizielle Zeit lautet 39:16 min. Dies bedeutete Platz 16 in der Gesamtwertung und Platz 5 in meiner (neuen) Altersklasse M30.
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