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Koblenz Halbmarathon 2018

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Halbmarathon in Koblenz

Was für ein Sommer. Bereits morgens unangenehm warme Temperaturen. Und abends stickige Luft und Ozonwarnungen. Keine so idealen Bedingungen für einen gesundheitlich angeschlagenen wie mich. Dabei hatte ich mir doch so viel vorgenommen. Lange Läufe und auch mal Tempoläufe um dann beim Halbmarathon in Köln Anfang Oktober erstmals nach der Nieren-OP unter 2 Stunden zu bleiben. Der Koblenz-Halbmarathon am 02.09.2018 sollte, wenn auch ungewöhnlich, mein Test für Köln werden. Es wurde aber erst mein zweiter langer Lauf diesen Sommer. Vor 14 Tagen habe ich mich mal aufgerafft und bin etwas länger als 10-12 Kilometer gelaufen. Die damals gelaufenen 6:10 Minuten/Kilometer über 19 Kilometer waren aber schon ein Fingerzeig in welche Richtung es in Koblenz gehen wird, nämlich eher in Richtung 2:15 Stunden als nahe an die zwei Stunden.

Das es am Ende anders kam lag an vielen Faktoren. Ideale äußere Bedingungen mit 15°C und Sonnenschein. Ein überschaubares Teilnehmerfeld mit ca. 1700 Startern auf der Halbmarathondistanz. Und eine richtig tolle Strecke mit langen Geraden. Und Luftballons. Der Koblenz-Marathon hatte Pacemaker für verschiedenen Zielzeiten, so auch für 2 Stunden. Warum also nicht versuchen sich dran zu hängen. Doch leichter gesagt als getan. Bereits nach der Stadionrunde im Stadion Oberwerth, wo pünktlich um 09:00 Uhr die Marathonis und Halbmarathonis auf die Strecke geschickt wurden, hatte ich die Luftballons aus dem Augen verloren. Wie bereits geschrieben war die Strecke sehr gerade. Und so bekam man doch ab und zu einen gelben Ballon zu Gesicht. Der Anstand war schon etwas angewachsen, aber jetzt war auch mehr Platz zum überholen vorhanden als am Anfang mit der engen Stadionrunde. Die Strecke ging vorbei am Schloss Richtung Deutsches Eck. Und hier kurz nach Kilometer 6 am Zusammenfluss von Rhein und Mosel hatte ich Zusammenschluss mit den Pacemakern. Jetzt erstmal deren Tempo aufnehmen und schauen wie lange ich dran bleiben konnte. Die Strecke verlief jetzt auf der Innenstadtseite an der Mosel auf deren Radweg entlang bis zur Kurt-Schumacher-Brücke. Hier war die einzige nenenswerte Steigung auf der sonst flachen Strecke. Hier war auch Kilometer 10 und damit fast die Hälfte der Strecke erreicht. Ich hatte das Gefühl ich könnte etwas schneller laufen als das vorgegebene Tempo. Sollte ich es wagen? Die Angst vor einem Einbruch war mir dann doch zu groß und zudem meldete sich mein rechtes Knie. So blieb ich also erstmal bei der Gruppe, was wenn ich mir im nach herein die Bilder und die Auswertung anschaue eine weise Entscheidung war. Denn so kaputt wie ich auf den Bildern und dem offiziellen Video vom Koblenz-Marathon aussehe, fühlte ich mich eigentlich nicht.

           

Nach der Moselüberquerung ging es wieder entlang der Mosel diesmal aber in Richtung Rhein zurück. Nach einer kleinen Runde durch den Stadtteil Lützel stand eine weiter Moselüberquerung an, bevor es in die Altstadt und durch die Fußgängerzone von Koblenz ging. Bei Kilometer 17 waren wir wieder am Schloss und nun ging die Strecke auf dem selben Weg wie die ersten 4 Kilometer wieder zurück Richtung Ziel, was ebenfalls im Stadion Oberwerth lag.
Jetzt wagte ich es dann doch. Ich löste etwas die Bremse und den Kontakt zur 2-Stunden-Gruppe. Neben der besseren Zielzeit erhoffte ich damit auch meine Knieschmerzen durch die Schrittlängenänderung wegzulaufen, denn aus einem Ziehen sind Schmerzen gewurden.     

Was soll ich groß noch schreiben. Es lief gut. Der Abstand zur 2-Stunden-Gruppe wurde etwas größer. Dadurch das auch die 10-Kilometer-Läufer und Walker auf dem Rückweg waren, hatte man immer wieder jemanden zu den man auflaufen konnte. Am Stadion angekommen ging es erst noch eine Außenrunde um das Stadion, bevor es zum Schluß eine dreiviertel Runde auf der Tartanbahn zurück zu legen galt, bevor das Ziel erreicht war. Fertig aber glücklich schaute ich auf die Uhr: 1:57:16 Stunde die offizielle Zielzeit. Rekordverdächtig auch der gemessene Durchschnittspuls: 160! Ich sagte doch: ich fühlte mich besser als ich wirklich drauf war und wie ich aussah.

        

Die selbstgestoppten Zwischenzeiten

Kilometer 1:   5:52 min
Kilometer 2:   5:31 min   0:11:23 h
Kilometer 3:   5:32 min   0:16:55 h
Kilometer 4:   5:28 min   0:22:23 h
Kilometer 5:   5:25 min   0:27:48 h
Kilometer 6:   5:33 min   0:33:21 h
Kilometer 7:   5:35 min   0:38:57 h
Kilometer 8:   5:57 min   0:44:54 h
Kilometer 9:   5:23 min   0:50:18 h
Kilometer 10: 5:29 min   0:55:48 h
Kilometer 11: 5:42 min   1:01:30 h
Kilometer 12: 5:46 min   1:07:16 h
Kilometer 13: 5:41 min   1:12:58 h
Kilometer 14: 5:37 min   1:18:36 h
Kilometer 15: 5:38 min   1:24:14 h
Kilometer 16: 5:39 min   1:29:54 h
Kilometer 17: 5:29 min   1:35:24 h
Kilometer 18: 5:32 min   1:40:57 h
Kilometer 19: 5:36 min   1:46:34 h
Kilometer 20: 5:28 min   1:52:03 h
Kilometer 21: 4:53 min   1:56:56 h
Ziel               : 0:25 min   1:57:22 h

Anmerkung vom 08.09.2018: Wahnsinn diese Zeit. Ob ich sie in Köln wiederholen kann, glaube ich ehrlich nicht. Die Knieschmerzen waren noch heftiger als zunächst angenommen. Sie erinnern mich ein bisschen an 2005/2006 wo ich schonmal mit heftigen Knieschmerzen zu kämpfen hatte. Zu Zeit ist an Laufen nicht zu denken. Heute das erste Mal Rad gefahren. Nächste Woche werde ich dann mal probieren wie es beim Laufen klappt, denn nochmal will ich Köln nicht absagen müssen. So wie damals 2005 ... .

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