Hachenburg Löwenlauf Halbmarathon 2016 - www.planet-coolrunners.de

www.planet-coolrunners.de
www.planet-coolrunners.de
Direkt zum Seiteninhalt

Hachenburg Löwenlauf Halbmarathon 2016

ARCHIV/ PRESSE/ LINKS
Was wohl passiert, wenn man aus der kalten Hose einen Halbmarathon läuft?

Löwenlauf Hachenburg

Nachdem seit Jahren der Löwenlauf in Hachenburg immer wieder in den Terminplanungen stand, sollte also 2016 ein erneuter Versuch gestartet werden. Und nicht nur das. Nach einem perfekten Trainingslauf Ende August wuchst der Wunsch, da doch gleich beim Halbmarathon zu starten. Doch leider kam aus verschiedenen Gründen, u.a. eine längere Erkältung, kein weiterer langer Lauf dazu. Und so wurde die Idee verworfen, aber ganz schien sie nicht aus dem Gedächtnis verschwunden zu sein.
So machte ich mich also am Samstagmittag (15.10.16) auf den Weg nach Hachenburg, wo man Strecken von 6,3 km über 10,5 km sowie den Halbmarathon und Marathon laufen kann. Alle Strecken werden am Anfang und am Ende auf Asphalt, hauptsächlich aber auf Waldwegen gelaufen, sozusagen ein Landschaftslauf. Ich hatte mich noch nicht vorher angemeldet, und so stand ich vor der Anmeldung. Beim 10,5 Kilometerlauf war eine kleine Schlange (also etwa 5) und nebenan beim Halbmarathon stand niemand. Der Gedanke im Kopf kam wieder nach oben. Warum also nicht probieren. Laut Profil sollte es nach der Hälfte vorwiegend abwärts gehen (nachdem es erstmal ca. 260 Höhenmeter nach oben ging) und wenn ich es langsam angehen würde, dann ... .

Es herrschte perfektes Laufwetter als es um 14:00 Uhr los ging. 210 LäuferInnen gingen auf die Strecke und ich mittendrin. Wichtig für mich war, dass ich am Anfang nicht zu schnell angehe, denn die ersten beiden Kilometer war noch relativ flach. Zuerst ging es durch die Stadt, anschließend auf einer Ausfahrtstraße Richtung Wald. Da ich das 1. Kilometerschild übersehen hatte, gab es erst nach Kilometer 2 die erste Zwischenzeit. 11:42 min. Etwas schneller als der von mir anvisierte 6 Minuten-Schnitt, aber es würde ab jetzt automatisch langsamer werden, denn ab jetzt kamen die Anstiege, ein längerer zwischen km 4 und 6 und dann nochmal zwischen km 9 und 10 sowie zwischen km 11 und 12.
Überraschend locker kam ich die Berge hoch. Bei Kilometer 10 ein kurzer Blick auf die Uhr. 1:01:24 h. Etwas über den 6 Minuten-Schnitt, aber bisher ging es ja hauptsächlich bergauf. Keine schweren Beine, Kraft- & Luftprobleme, gefühlt wäre es sogar etwas schneller gegangen. Ich begann zu rechnen. Wenn ich es bergab es etwas laufen lassen könnte, dann wäre vielleicht auch eine Zeit von unter 2 Stunden drin. Also erstmal Kilometer 12 abwarten und dann.
Das Vorhaben hatte aber einen Haken. Es ging nämlich nicht permament bergab, immer wieder gab es kleine giftige Anstiege. Und die kosteten Körner. 1:29:31 h stand bei Kilometer 15 auf der Uhr, wieder unter 6 Minuten pro Kilometer, aber ... . Kurz vor Km 16 ein erstes Ziehen im rechten Oberschenkel, ansonsten war noch alles gut. Aber der große Knall sollte nicht lange auf sich warten lassen. Bereits einen Kilometer später kam der Hammer. Nicht hart, aber ab jetzt begann die Quälerei. Ab jetzt hieß es beißen. Von Kilometer zu Kilometer denken. Kilometer 18, geschafft. Neunzehn erreicht und auch wieder Hachenburg. Kurz vor Erreichen von Kilometer 20 nochmal eine längere bergab-Passage, aber auf Asphalt. Aua, das tat weh. Das war jetzt mehr eiern als laufen. Danach konnte man das Ziel schon hören. Das gab nochmal Motivation für den letzten Kilometer.
Schlussspurt war nicht drin, dafür schmerzten die Beine zu sehr. Ziellinie. Geschafft! Blick auf die Uhr. 2:02:31 h. Zufrieden weil ich die Strecke ohne Gehpausen und am Ende unter dem 6 Minuten-Schnitt geschafft habe. Auch das mein Knie nur kurzzeitig gezwickt und nicht geschmerzt hat, machte mich froh. Ein bißchen Unzufriedenheit aber auch, weil es doch nicht unter 2 Stunden gereicht hat.
Bei der Auswertung des Laufes eine für mich interessante, aber nicht so gute Feststellung. Trotz das ich mich bis Kilometer 16 recht gut gefühlt habe, war der Puls von Anfang an über 160. 97% des Laufes wurden zwischen 171 und 199 Schlägen gelaufen. Viel zu hoch auch für einen Wettkampf. Nur Trainingsmangel oder noch Nachwirkungen meiner OP. Oder gar "Nebenwirkungen" der Nierenentferung. Eine Nebenwirkung hatte ich vor dem Lauf schon festgestellt. Nach einer Belastung benötigt die verbliebende Niere (Nebenniere) länger um genügend Hormone für ein gesundes Immunsystem oder zur Regeneration zur Verfügung zu stellt. So hatte ich nach einer Belastung (Training) z. B. länger schwere Beine als vor der OP oder im schlimmsten Fall eine leichte Erkältung.  Das macht "Hoffnung" auf die nächsten Tage, denn so schwer und schmerzhaft waren die Beine seit langen nicht. Auf den Weg zum Auto suchte mich sogar ein kleiner Wadenkrampf heim.

Am Ende reichte die Zeit für den 144. Platz ( von 210 ) in der Gesamtwertung. In der M40 wurde ich 13. (von 15).

Zurück zum Seiteninhalt