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Gesundheits-Blog

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02. Januar 2016

Gesundheit ist wie das Salz: Man bemerkt nur, wenn es fehlt!

In den letzten Tagen wurde oft der Spruch "Alles Gute im neuen Jahr, vor allem Gesundheit..." gesagt und dieser geht sehr leicht über die Lippen. Doch wenn die Gesundheit erstmal angekratzt ist oder fehlt, dann wird einen erst bewusst wie wichtig Gesundheit und körperliches Wohlbefinden wirklich ist. Mich hat kurz vor Weihnachten so eine Krankheit erwischt, welche mir schon ganz schön zugesetzt hat. Ich will hier ein wenig darüber berichten, auch um das ein oder andere von der Seele zu reden (schreiben).

16.12.17

Was war das denn? Am Morgen des 14. November zwickte es in meinem Rücken. Verlegen? Die Schmerzen wurden jedenfalls immer schlimmer, sogar Schmerztabletten wirkten irgendwie nicht. Nachts gab es nur noch einen Ausweg: Ärztlicher Notdienst. Ergebnis: Rippenfellentzündung. Wie man sich so etwas einfängt? Da gibt es viele Möglichkeiten, da aber meine Nierenwerte an dem Tag tief im Keller waren, geht mein Arzt davon aus, dass das Immunsystem mal kurz zusammen gebrochen war. 4 1/2 Wochen war ich deswegen krankgeschrieben und das während der Weihnachtszeit, wo man sowieso an Süßen nicht so leicht vorbeikommt.

Heute vor 2 Jahren war mein OP-Termin. Letzte Woche stand auch nochmal eine Nachsorgeuntersuchung an. Hier gab es eine gute Nachricht: Alles ist in Ordnung!
05.05.17

Lange nix mehr hier geschrieben und das ist auch gut so. Nur so viel. Hatte auch dieses Jahr viele Facharzttermine. Und ob nun beim Urologen, Nephrologen oder beim Radiologen, alle berichten dass sich meine zweite Niere gut entwickelt. Auch sind nirgends Tumorzellen zu finden. Und das ständige zwicken im Bauch wäre nach so einer großen Operation normal. Aha.
So gut, so schön also.
Auch sportlich kann und darf ich wieder alles machen, was meiner verbliebenen Niere gut tut. Klar, Kontaktsportarten sind und bleiben tabu. Und alles gemäßigt. Nicht so schnell und nicht zu ausgiebig. Aber das geht eh nicht mehr so wie früher, dafür sorgt schon das Alter.
05.07.16

Am 01.07.2016 hatte ich wieder mal Nachsorgeuntersuchung in der Urologie. Zum Glück hat man nix auffälliges gefunden und die verbliebene Niere sich gut entwickelt.

Bereits zwei Tage später war ich wieder im Krankenhaus und musste dort den Notdienst aufsuchen, und zwar aus diesem Grund:
Seit Dienstag 28.06.16 verspürte ich in der linken Brust Schmerzen. Zuerst schob ich es auf Muskelprobleme, da ich am Tag davor erstmals wieder 2000 Meter am Stück geschwommen (gekrault) bin. Doch leider wurden die Schmerzen schlimmer und am Samstag kamen rote, zum Teil entzündete Pusteln am Rücken und an der Brust hinzu. Also ging es am Sonntag zum ärztlichen Notdienst der die Google-Diagnose leider bestätigte: Herpes Zoster Viren im Verlauf 3-4 Rippen links, im Volksmund bekannt als Gürtelrose.
Grund für den Ausbruch ist ein Zusammenbruchs des Immunsystems, wahrscheinlich durch Stress. Das dies im direkten Zusammenhang zur Krebserkrankung und zur Entfernung der Niere steht ist sehr wahrscheinlich, da die Nebennieren durch Bildung von zum Teil lebenswichtiger Hormone auch verantwortlich für die Stärkung des Immunsystems sind. Und da mir ja eine Niere fehlt und die zweite noch nicht auf 100% ist, war es wohl zuviel was mir, aber auch was ich mir in den letzten Wochen zugemundet wurde.
Nun habe ich erstmal absolutes Sportverbot, und danach muss ich endlich lernen. Ich bin keine 25 mehr und ich bin nicht gesund. Mir fehlt nun mal eine Niere.

Gespannt bin ich, ob der Urologe sich in den nächsten Tagen meldet und mir die Entzündung in den Blutwerten mitteilt, welche er abgenommen hat. Denn beim Kontrolltermin war noch nix von den Pusteln zu sehen.
27.03.16

In den letzten Wochen ist so einiges passiert.
Vier Wochen war ich zur Reha/Anschlussheilbehandlung in Schönhagen an der Ostsee. Dort wurden die ersten Schritte für eine weitere sportliche Zukunft gelegt. Nicht nur körperlich, sondern auch seelisch hat der Monat sehr gut getan. Und man hat zur ein oder anderen Sache geraten, welche ich nun nur noch umsetzen muss. Eine davon war die Beantragung eines Schwerbehindertenausweises, was ich in der Zwischenzeit auch gemacht habe. Weitere werden und müssen folgen.
Im Anschluss daran stand die Kontrolluntersuchung des Bauchraumes mittels MRT an. Das gute wie bereits beim CT: Man hat nix gefunden was nicht dahin gehört.
Auch die vierteljährliche Untersuchung beim Urologen stand an. Die verbleibende Niere hat sich an die Mehrarbeit gewöhnt und ist schon etwas größer geworden. Zwar sind die Nierenwerte immer noch nicht optimal, aber das wird. Der nächste Nachsorgetermin ist Anfanf Juli.


04.02.16

Gute Nachrichten

vom heutigen Besuch in der Radiologie. Es wurde ein CT des Thorax gemacht und nichts auffälliges gefunden. Das bedeutet, dass der Tumor auf die Niere begrenzt war und bisher nicht gestreut hat. Ende März nach der Reha geht es noch einmal ins MRT. Dann findet eine Kontrolle der Abdomen statt.


Rückblick 29.12.2015

War heute das erste Mal bei meinen weiterbehandelnden Urologen. Die Narben verheilen gut und es geht mir auch körperlich von Tag zu Tag besser. Nun steht nur noch ein MRT des Bauchraumes und ein CT der Lunge an, damit festgestellt werden kann, dass der Tumor nicht gestreut hat.
Die nächsten Jahre habe ich nun vierteljährliche Kontrollen beim Urologen und einmal im Jahr ein MRT bzw. ein CT von Bauchraum und Lunge. Alles damit mir nicht langweilig wird.
Eine für Anfang Januar verschriebende Anschlußheilbehandlung wurde auf Anraten der Ärzte auf Mitte Februar verschoben, damit erstmal die körperliche Leistungsfähigkeit wiederhergestellt werden kann.
Dann kann ich auch wieder über Sport nachdenken. Laut behandelnder Ärzte ist erstmal 6 Wochen Sport verboten und wenn alles gut geht, bin ich in einem halben Jahr wieder auf den Leistungsstand wie vor der OP.

Rückblick 24.12.2015

Bin heute aus dem Krankenhaus entlassen wurden, wo ich die letzten 8 Tage verbracht habe. Dort wurde mir die linke Niere entfernt, welche von einem bösartigen Tumor befallen war. Festgestellt wurde er nur durch einen Zufall und Ärzten, welche zum Glück genauer hingeschaut haben.
Anfang Oktober war ich das erste mal beim Orthopäden, da ich beim Laufen Probleme mit meiner Leiste hatte. Neben einer Trainingspause wurde auch ein MRT verordnet. Dort wurde aber nichts gefunden. Der Radiologe wollte auf Nummer sicher gehen, dass die Schmerzen nicht von der Lendenwirbelsäule kommen und regte ein zweites MRT an. Mein Orthopäde hielt es zwar für unwahrscheinlich, dass der Schmerz von daher kommt, aber er schrieb eine zweite Überweisung. Und darüber bin ich dankbar, denn er hätte dies nicht machen müssen und gerade nicht, wenn am Ende des Jahres das ein oder andere Budget ausgereizt ist. Dies zweite MRT war dann am 26.11.15. Dort wurde mir gesagt, dass ich sehr gute Bandscheiben habe, aber ich meine Niere mal bei Gelegenheit durchchecken lassen soll. Diese Gelegenheit sollte schneller kommen als gedacht, denn mein Hausarzt hat auf dem Bericht des Radiologen schneller als erwartet reagiert und mir einen dritten MRT-Termin gemacht. Dieser war am 08.12.2015. Der Radiologe schickte mich mit den Worten "schnellstmöglich, spätestens morgen mit meine Hausarzt Kontakt aufzunehmen" nach Hause. Der Bericht, der sonst ca. eine Woche dauert, wurde mir gleich mitgegeben und einmal an meinen Hausarzt befaxt. Noch am selben Tag hatte ich bei ihn einen Termin. Und er leitete alles weitere ein. Am Donnerstag, 10.12. hatte ich erstmal telefonischen Kontakt mit einem Arzt des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz und am Freitag morgen saß ich den Oberarzt persönlich gegenüber. Er sprach zum ersten mal aus, was die letzten Tage durch die Gegend geisterte: Nierentumor; ich viel zu jung für diese Art von Krebs und dann ist er schon sehr groß. Der OP-Termin wurde kurzfristig für Mittwoch, 16.12. festgelegt und das Krankenhaus für 10 Tage gebucht.
Die Nach-OP-Phase begann mit etwas schönen, als der erste Blick auf meine Corinna fiel welche neben dem Bett saß, und einer nicht so guten Nachricht. Der operierende Oberarzt teilte mir mit, dass entgegen erster Versprechungen die komplette Niere entfernt werden musste, da der Tumor ungünstig saß und schon leichte Einblutungen gehabt hatte. Was das bedeutet und welche Konsequenzen das hat, wird mir aber erst nach und nach bewusst.

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