Dresden Marathon - 10 km-Lauf - 2004 - www.planet-coolrunners.de

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Dresden Marathon - 10 km-Lauf - 2004

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Erfolgreiches Auslaufen

Eigentlich sollte die Saison nach Bregenz abgeschlossen sein. Doch ich ließ mich nocheinmal überreden und meldete mich für den 10-Kilometerlauf im Rahmen des Dresden-Marathons an. Kombiniert mit einem Familienbesuch zu Hause sollte ich Informationen sammeln, da die Jahresabschlussfahrt des Lauftreff Petersberg im Jahr 2005 zum Dresden-Marathon führen soll.

Ich hatte nach Bregenz das Training zurückgefahren und am Mittwoch vor Dresden ging ich das erste Mal wieder auf die Bahn und machte Tempo. Schon da lief es super und ich hatte so das Gefühl, wenn die Rahmenbedingungen einigermassen in Ordnung sind, wäre eine neue 10 Kilometer-Bestzeit drin. Die alte stammt mit 41:59 min noch vom Kasseler Citylauf im Mai 2003. Und die Rahmenbedingungen schienen zu stimmen. Eine schöne Strecke, obwohl gut ein Drittel gepflastert sowie aufgeschottert, richtig sonniges und warmes Wetter, und das für einen 24. Oktober, erwarteten uns beim Start pünktlich um 10 Uhr nahe des Dresdner Zwingers. Über 5500 Läufer/Innen gingen auf allen drei Strecken (Marathon, Halbmarathon &10 Kilometer) an den Start, davon 1209 über die kurze Distanz. Angetrieben von der Tatsache, dass jemand befreundetes im Feld war, welche hier neue Bestzeit laufen wollte und, ich gebe es ehrlich zu, dass ich sie gerne hinter mir gelassen hätte, begann ich das Rennen. Bei Kilometer 3 ging es das erste mal an der Semperoper vorbei, wo sich meine Mutter plaziert hatte, die es sich nicht nehmen lassen wollte, mich anzufeuern. Kurz vor Kilometer 4 trennten sich die langen Strecken von unserer. Bis hierher waren die Kilometer auch für uns ausgeschildert und ich lief fast konstant 3:50 min/km. Nun ging es etwas verwinkelt durch Dresden, bis wir so bei Kilometer 16 wieder auf die Marathonstrecke trafen. Kurz darauf ging es auf die andere Elbeseite und auf unebenen Gelände entlang des Flusses. Hier bemerkte ich, dass sich eine Blase am Fussballen schmerzhaft bemerkbar machte, welche ich mir schon beim Tempotraining geholt hatte. Jetzt hieß es auf die Zähne beissen, denn ich lief nicht nur auf eine neue Bestzeit zu, nein mit etwas Glück war das erste mal eine Zeit von unter 40 Minuten drin. Ich bemerkte, dass ich langsamer wurde und fragte mich, ob und wann der grosse Einbruch noch kommen würde. Kurz nach Kilometer 8 ging es wieder auf asphaltierte Straßen. Bei Kilometer 9 ging es das zweite mal über die Augustusbrücke Richtung Semperoper. Hier wurde es für mich so richtig hart. Ich konnte auf dem Pflastersteinen kaum auftreten und wisch teilweise auf den Gehweg aus, soweit das bei den vielen Zuschauern möglich war. Bei einem Blick auf die Uhr wurde mir zwar bewusst, dass ich auf den letzten beiden Kilometern deutlich an Zeit verloren hatte, aber die Zeit unter 40 Minuten sollte doch geknackt werden. So ging es am Sächsischen Landtag entlang, bevor es auf die letzten Meter Richtung Ziel ging, welches sich vor dem neuen Kongresszentrum befand. Obwohl es die letzten 100 Meter leicht abwärts ging, bemerkte ich hier meine grosse Schwäche, an der es im nächsten Jahr zu arbeiten gilt: der Schlussspurt. Ich gab zwar alles, kam aber kaum von der Stelle. So zog der ein oder andere auf den letzten Metern an mir vorbei. Aber das war mir auch egal, denn ich hatte es endlich geschafft. Mit einer Zeit von 39:28 min (brutto 39:42 min) überquerte ich als 42. die Ziellinie. An dieser Stelle sollte erwähnt werden das ca. 90 Sekunden nach mir mit ebenfalls neuer persönlicher Bestzeit jemand das Ziel erreichte, dem ich es vom Herzen gewünscht habe.

           

Im nächsten Jahr, wenn dann wieder in der Ostrastraße am Start gestanden wird, wird es dann aber über die 21,1 Kilometer gehen. Und mal schauen, vielleicht ist Dresden dann ja wieder eine Reise wert. Jetzt wird aber erstmal Pause gemacht, damit für 2005 wieder genügend Krafte und Reserven da sind.

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