Darmstadt-Eberstadt Frankensteinlauf 2019 - www.planet-coolrunners.de

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Darmstadt-Eberstadt Frankensteinlauf 2019

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Auf Irrwegen ins Ziel - Verlaufen beim Frankensteinlauf

Also das ist mir auch noch nicht passiert. Auf dem Weg bergab von der Burg Frankenstein ins Ziel, das Feld war weit auseinander gerissen und man war mehr als Einzelkämpfer unterwegs, ließ ich es etwas rollen. Immer wieder gelang es mir auf den vor mir laufenden aufzulaufen, um mir dann den nächsten in der Perlenkette zu holen. Es war so bei Kilometer 13, weit vor mir lief eine jemand im roten Laufdress. Ich hatte mich nur auf diesen Läufer konzentriert. Als ich nur noch wenige Meter entfernt war, blieb sie (es war eine Läuferin) vor einer Wegegabelung stehen. Als ich auf ihrer Höhe war, fragte sie mich: "Rechts oder links?" Auch ich blieb stehen und stellte fest, dass hier kein Streckenposten stand und auch keine Markierung vorhanden war. Instinktiv sagten wir links und liefen weiter, bis wir ca. 500 Meter weiter wieder an der Strecke waren. Nur blöd, dass das der Hinweg zur Burg war. Also wieder zurück, natürlich bergauf, und versuchen die richtige Strecke zu finden. Zum Glück stießen wir wieder auf andere Läufer und wir reiten uns wieder in die Perlenkette ein. So begannen wir also Läufer zu überholen, welche wir schon mal hinter uns gelassen hatten. Warum wir von der Strecke abgekommen sind, keine Ahnung. Vielleicht hatten wir die Abzweigung einfach nur nicht gesehen oder der Regen hatte die mit Holzspännen auf den Boden gestreuten Wegmarkierungen verwischt. Egal wie, am Ende ist man selber Schuld denn aufgrund irgendeiner Unaufmerksamkeit habe ich mich nur noch auf den Läufer vor mir konzentriert (Herdentrieb) und nicht mehr auf eventuelle Markierungen geachtet.
Am Ende war es aber trotz des Umweges wieder ein Erlebnis. Schon auf der Fahrt nach Darmstadt hörte es bei kühlen 10°C nicht auf zu regnen. Ca. 30 Minuten vor dem Start ging ein Regenguss nieder, dass wenn man sich draußen aufgehalten hätte innerhalb von einer Minuten pitschnass gewesen wäre. Zum Glück beruhigte sich das Wetter je näher es Richtung 16:00 Uhr ging. Nur ganz aufhören zu regnen wollte es leider nicht. Kühle Temperaturen und Regen sind natürlich Gift für meinen eh schon angeschlagenen Körper. So wartete ich bis zum Schluss im Unterstand des Mühltalbades, in deren Nähe sich Start und Ziel befanden. Erst als schon der Startschuss gefallen und die ersten schon auf der Strecke waren, begab ich mich auch zum Startbereich. So machte ich mich wieder als einer der letzten auf die Strecke. Von meinen Teilnahmen 2015 und 2018 war mir die Strecken- und Geländebeschaffenheit bekannt, so nutzte ich die ersten beiden Kilometer um das warm machen nachzuholen. Danach ging es erstmal auf Waldwegen stetig bergauf bis zur Burg Frankenstein, wo mir die ersten Läufer schon wieder entgegen kamen. Diese waren mir fast 5 Kilometer voraus.
Nach der Burg geht es erstmal auf die Straße. Einmal ca. 2 Kilometer bergab und anschließend die selbe Strecke wieder bergauf zur Burg. Für mich immer noch der "bescheidenste" Abschnitt der Strecke. Aber wenn man wieder bei der Burg ist, geht es zum Glück wieder in den Wald und über Stock und Stein dem Ziel entgegen. Nur diesmal halt nicht auf dem direkten Weg wie ich schon berichtete.
Nach 1:38:15 h war ich wieder im Ziel. Aufgrund des Regens und der dadurch aufgeweichten Böden auch sichtlich gezeichnet.

Wer meinen Namen in den Ergebnislisten sucht, muss immer mehr ans Ende gehen. In meiner Altersklasse reichte die Zeit für den 28. Platz von 29 Startern. In der reinen Männerwertung war es Platz 148 von 162. In der Gesamtwertung Platz 180 von 201 Finishern. Aber egal, denn wie heißt doch mein Motto:
Früher ging es um Zeiten, heute ums dabei sein. Auch mit nur einer Niere kann man Sport machen!

Bilder folgen



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